Ja, warum? Wäre alles viel einfacher. Also streng dich ein bisserl an. Der Erbe eines Schweizer Pharmakonzerns baut sich gerade eine Yacht im Ausmaß eines Flugzeugträgers. Dort gibt es alles. Ja, alles. Pools, Geschäfte, Kino, Nachtklub, Spital, Fitnessklub und Restaurants, Helikopter, U-Boote und Luxusappartements. Für die, die es sich leisten können. (Die feuchten Träume der Ultra-Libertären)
Bonmot: Aus dem Gesellschaftsvertrag ausgestiegen, gibt es dort weder Staat noch Steuern. Nur einen jährlichen Mitgliedsbeitrag (Höhe auf Anfrage), ansonsten nur freien Markt und Luxus, ohne lästige gesetzliche Einschränkungen. Die totale Freiheit. Demokratie und Klimaschutz? Sehr witzig. Wobei sie vielleicht einen Weg finden, sich von Fossilem unabhängig zu machen und mit anderen Energien über die Ozeane flanieren. Demokratisches ist überflüssig, da es kein gemeines Volk gibt. In den ‚Free Cities‚ wohnen nur die Guten und Reichen.
Die Ausstattung dieser Kreise mit Geld und Macht ist unheimlich und damit auch ihr direkter, indirekter und medialer Einfluss auf Bevölkerungen. Üblicherweise wissen wir nur, was sie wollen, dass wir wissen. Alternative und freie Meinungsbildung ist mühsam, aufwändig und schwierig, nicht jeder Persons Sache, schon aus rein zeitlichen Gründen. Die Durchdringung öffentlicher und privater Medien mit den Interessen der Superreichen ist so weitreichend wie undurchschaubar, ebenso deren Einflussnahme auf die politische, wirtschaftliche und militärische Landschaft. Man sieht sie nicht, aber sie sind da. Und die Macht ist mit ihnen. Grundlagen der methodischen Einflussnahme sind neben direkten Interventionen die Propaganda-Lehren von Edward Bernays, der sich ganz in bzw. neben den Spuren seines Onkels Sigmund Freud über das Unbewußte an seine Zielgruppe anschleicht, um Bedürfnisse zu wecken und Meinungen zu manifestieren, ohne dass die Betroffenen die Manipulation bemerken. Das Fremde wird mit dem Eigenen verwechselt. Die Betroffenen glauben, sie selber würden das wollen und meinen, was andere wollen, dass sie wollen und meinen sollen.
Nein, keine Verschwörungstheorie, sondern gut belegte Fakten. Angesichts des weitreichenden und nachvollziebaren Ohnmachtsgefühls, dem viele Menschen unterliegen – was kann ICH schon tun – könnte man schon mal die Hoffnung verlieren. Die fast schon abgeschmackte Formel ‚wir sind die vielen‘ hilft da auch nur wenig, denn die große ungelöste Frage ist: Wie kommen wir vom ICH zum WIR. Eine Gegenbewegung müsste von einem Zusammenschluss sehr vieler getragen sein, wenn sie wirksam sein will. Nach der 3.5 Prozent Regel für gewaltfreien Widerstand bräuchte es in Österreich ca 315.000 aktiv engagierte Menschen und ca 2 Millionen, die den Zielen der Bewegung zumindest passiv oder insgeheim zustimmen. Na dann. Machen wir uns auf den Weg.