Ich weiß, was du am ersten Freitag im Mai gemacht hast:

RADELN.
Für ein freies Wien, verbrennerverkehrs- und lärmberuhigt, für Luft- und Lebensqualität 

Radeln auch diesen Freitag wieder mit Radeln For Future: „Radschnellwege sind das Rückgrat jedes Radwegenetzes. In Wien ist dieses Rückgrat so gut wie nicht vorhanden und der Ausbau hinkt stark hinter den Wahlkampfversprechen her.

Wir werden die Stadtregierung daran erinnern, endlich Tempo zu machen. Aktive Mobilität muss den Raum bekommen, der ihr zusteht. Nur so kann die Verkehrswende gelingen, mit der Wien noch lebenswerter wird und vor allem auch zukünftig lebenswert bleibt!

 

Außerdem führt unsere Route über den Steinitzsteg, um ein Zeichen der geplanten Sperre ab 2027 zu setzen!“

Treffpunkt: 17:00 Uhr beim Votivpark
Abfahrt: 17:30 Uhr
Ende und Abschlusskundgebung: ca. 19:00 Uhr beim Votivpark

Auffrischender Südwind kommt auf

Das Südwindfest 2026, eine gelungene Veranstaltung. Ein ‚Festteil Klima‘ mit den Seniors For Future, Parents For Future, Teachers For Future, den Scientist For Future, Grandparents For Future und Omas For Future, weiteren Gruppen der For Future Allianz sowie Future Aid, Gradrecht und Climate Austria.

Seniors For Future: Was ist das eigentlich? Wurden wir immer wieder gefragt. Wer seid ihr, was macht ihr? Nicht ganz einfach zu beantworten. Eines haben wir mit den Omas und den Grandparents For Future gemeinsam: Unsere Zielgruppe sind Menschen in der zweiten Lebenshälfte. So weit so einfach. Und sonst? Klimaschutz. Vorweg: Wenn wir uns für die sofortige Umsetzung eines radikal zu forcierenden Klimaschutzes einsetzen, gilt das natürlich auch den nachkommenden Generationen, Kindern, Enkel:innen und den Generationen der fernen Zukunft.

Doch unser Schwerpunkt, würde ich sagen, liegt im ‚Hier und Jetzt‘. Da gehört z.B. dazu, dass es um den Schutz der vulnerablen Gruppe älterer Menschen geht. Ältere Menschen leiden (gemeinsam mit anderen vulnerablen Gruppen wie Säuglinge und Kleinkinder, chronisch kranke Menschen, Obdachlose, Einsame) mehr unter Hitze als andere. Hitzewellen kommen öfter, dauern länger und werden intensiver, die Temperaturen steigen, und damit die physische und psychische Belastung dieser Menschen. Dafür braucht es besondere Maßnahmen, um die Belastungen während der Hitzewellen abzumildern und Hitzetote, die zu einem hohen Anteil aus den vulnerablen Gruppen kommen, zu vermeiden.

Eine zweite Sache ist die ungerechte Verteilung innerhalb der Gruppe. Personen der ärmeren Hälfte der Bevölkerung wohnen viel öfter in verkehrsintensiven Vierteln (in Wien z.B. am Gürtel), in schlecht isolierten Wohnungen (im Sommer heiß, im Winter schwer zu heizen) mit erhöhter Lärm- und Feinstaubbelastung, … sie haben deutlich mehr unter den Klimawandelfolgen zu leiden, als Personen in einer Villa im Grünen, inkl. Klimaanlage. Diese Ungerechtigkeit gilt sowohl innerhalb Österreichs, noch viel krasser aber für den gesamten Globus. Wir leisten Widerstand gegen diese Ungerechtigkeit, die im ‚Hier und Jetzt‘ Millionen Menschen gefährdet.

Diese Liste könnte noch lange fortgeführt werden, betrifft aber vor allem Anpassungsmaßnahmen. Das ist der eine Part. Der andere ist die Ursachenbekämpfung. Es braucht unbedingt beides, bekämpfen der Ursachen sowie Anpassungsmaßnahmen an bereits spürbare Mehrbelastung durch den Klimawandel und als Drittes die Vorbereitung auf die Befähigung zur solidarischen Krisenhilfe in einer zusehends kollabierenden Welt, um den Kampf jeder für sich und ich gegen alle zu vermeiden. Diesem Part widmet sich vor allem die Kollapsbewegung. Klima- und Kollapsbewegung sind zwei einander ergänzende Bewegungen in einer von mehrfachen Krisen und Klimanotstand geplagten Welt. Seniors For Future setzen sich sowohl für die Bekämpfung der Krisen-Ursachen wie auch für aktuell notwendige Anpassungsmaßnahmen ein. Wo wir können, unterstützen wir natürlich auch die solidarische Krisenhilfe.

Wir verstehen uns als Teil einer breit aufgestellten Klimabewegung sowie der lokal und global unzähligen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich für Klima, den Schutz der Biodiversität, Demokratie und Menschenrechte einsetzen und dem globalen Trend zu Autokratie und Totalitarismus Widerstand leisten. Mit viel Energie, Zeit und Arbeit und – auch das Erleben von Gemeinschaft und sozialem Zusammenhalt, Spaß und Humor darf nicht fehlen.

Die Allianz For Future, ursprünglich für die Unterstützung von Fridays For Future gegründet, umfasst inzwischen 18 Gruppen und ist sozusagen unser ‚Heimatbezirk‘. Die verschiedenen Gruppen decken ein breites Spektrum an Zielgruppen ab und bieten spezifische Programme für unterschiedliche Bedürfnisse. Neben der Einzelarbeit der Gruppen gibt es auch das große Ganze, gemeinsame Aktionen der gesamten Allianz oder von mehreren Gruppen, fast immer in Kooperation mit weiteren zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Soweit eine ungefähre subjektive Einordnung. Es sind meine persönlichen Gedanken, sie beruhen nicht auf einem gemeinsamen Beschluss der Gruppe. Umso mehr freue ich mich über Kommentare, Rückmeldungen und konstruktive Kritik.

Ein weiterer Beitrag zu den Aktionen am Südwindfest kommt demnächst.

Seniors am Südwind Straßenfest


Südwind Straßenfest
30.5.2026: 14.00 – 23.00 Uhr
31.5. 2026: 12.00 – 20.00 Uhr
Campus der Universität Wien („Altes AKH“),
Hof 1

Seniors For Future und andere Gruppen der For Future Allianz haben einen Stand am Südwind Straßenfest. Es erwarten dich Informationen, Performances, Lieder und Gespräche über Verzweiflung und Hoffnung.

Du hörst von lokalen und globalen Widerstandsgruppen, Klimalieder, kannst an einem Quiz teilnehmen und für die meistgehörten Ausreden voten (wie z.B. Ich hab keine Auto und esse kein Fleisch, da kann ich schon mal in der Urlaub fliegen).

zum Südwind Programm


Am 9. Juni ist der österreichweite Hitzeaktionstag 2026, am 10. Juni nehmen wir an einer Aktion im Rahmen dieser Veranstaltung teil (Infos folgen). Am Tag selbst und in den folgenden Tagen wird es Aktionen in ganz Österreich geben. Alle Infos hier.

Senior:innen radeln für sicheren Verkehr für alle

Wir fordern:

  1. Breite Radwege, die ein Nebeneinanderfahren und Überholen ermöglichen.

  2. Trennung von Fuß- und Radverkehr auf Hauptrouten (oder qualitätsvollen Shared Space)

  3. Abstandskontrollen überholender Autos durch die Polizei

  4. Generelle Rechtsabbiegeerlaubnis für Fahhradfahrende bei Rot

  5. Verkehrsberuhigte Viertel als Regelfall zwischen Hauptstraßen

  6. „Vorgezogene Haltelinien“ oder „ausgeweitete Radstreifen“ vor Ampeln

Eine zukunftsfähige Fahrrad-(und Fußgeh-)Infrastruktur würde der Sicherheit ALLER Verkehrsteilnehmenden dienen, neben Senior:innen auch Kindern und Ungeübten.

Fahrradfahren muss für alle Menschen möglich sein. Dadurch werden die verbleibenden Verkehrsflächen für Autos entlastet und weniger von Strau und Störungen betroffen, was wiederum die Feinstaub- und Lärmbelastung vermindert.

Im Sinne der Verpflichtung, die Verkehrswende wie vorgesehen zu schaffen, muss die Politik (in Stadt und Bund) endlich und rasch die gesetzlichen Vorgaben für eine menschengerechte Verkehrsordnung beschließen.

19. Mai 2026,
Beginn: 15:00 Uhr, Bahnhof Wien Mitte (Landstraße)
Ende: 17.00 Uhr, Bahnhof Wien Mitte (Landstraße)
Route: rund um Ring und Kai, ca. 6 km , in gemächlichem Tempo
Kontakt:team@seniorsforfuture.at

Es wird wieder geradelt.


Ja, es wird wieder geradelt, wie jeden 1. Freitag im Monat, konsequent und hartnäckig.

Radeln For Future: „Wer hat sich noch nicht über den Radweg entlang des Gürtels geärgert? Alle paar hundert Meter muss die Seite gewechselt werden und zwischen Eichenstraße und Landstraßer Hauptstraße gibt es nur sporadische Radwegteilstücke. Die von uns seit Jahren geforderte Verbesserung der Situation beim Westbahnhof wurde 2025 zwar endlich umgesetzt, aber 250 Meter sind nicht genug.“
Klar ist jedenfalls:
Der Radschnellweg muss ohne ständige Seitenwechsel verlaufen.
Der Radschnellweg muss eine Entflechtung des Fuß- und Radverkehrs bringen.
Der Radschnellweg muss mindestens den neuen Richtlinien für die Radverkehrsplanung entsprechen.“

Treffpunkt: 1.Mai 2026, 17:00 Uhr beim Votivpark
Abfahrt: 17.30 Uhr
Alle Infos


Und das war die Fridays For Future Demonstration am 24.04.2026 am Heldenplatz Wien. Gegen die Verschleuderung von 5.7 Milliarden für lebensgefährdende Fossile

Zwischen den Museen

Freitag 24. April 2026
10.00 – 12.00
Maria-Theresien-Platz
1010 Wien

Fridays For Future

Fridays For Future laden ein und fordern auf gegen die unsinnigen Förderungen von klimaschädlichen Projekten zu protestieren. Während im Sozialbereich (bei denen, die am wenigsten haben) und kleinen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen, für die Förderungen existentiell sind, eingespart wird, fließen Milliarden in fossile Geschäfte der Großen, die eh schon viel Gewinn machen. Und noch dazu in sinnlose verkehrsfördernde antiquierte Straßenprojekte. Ein skandalöses Verhalten der Politik, gegen das es sich lohnt zu kämpfen (mit den Worten von R. Steurer).

Fridays For Future:
„Jährlich fließen in Österreich 5,7 Milliarden Euro in klimaschädliche Förderungen! Mit welchem Geld – achja natürlich, mit unseren Steuern! 💸

Währenddessen steckt Österreich in einem Budgetloch, was wir täglich durch Einsparungen beim Klimaschutz oder bei sozialen Förderungen spüren müssen. Wie wäre es, wenn mit all diesem Geld leistbares Leben und Klimaschutz finanziert würde anstatt Ölpipelines, Autobahnen und Co? 🛢🛣❌️

Wie gut, dass gerade die Budgetverhandlungen der nächsten 2 Jahre laufen, bei denen unser Finanzminister einiges verändern könnte!

Darum schnapp dir deine Buddies und komm am 24.04. um 10 Uhr mit uns gemeinsam zum Maria-Theresien-Platz! Geld für die Zukunft statt fossile Subventionen! 💚“

Alle Infos hier

AutooderBahn?

So müsste es eigentlich heißen, nicht Autobahn. Eine Autobahn mehr reduziert den Verkehr, genau. So wie ein Bier mehr den Rausch reduziert. Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.

100 auf der Autobahn? Undenkbar. Für das Klima undenkbar. Für das Geldbörserl? Schon nicht mehr ganz so undenkbar, sogar Politiker:innen trauen sich, das Unwort zumindest auszusprechen, obwohl es verboten ist. ‚Ich-bin-mein Auto-und-mein-Auto-ist-ich‘ sitzt tief. Aber verordnen? Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht.

Eine zusätzliche Autobahn ist was sie ist. Bodenversiegelung, mehr Verkehr, mehr Schadstoffe, mehr Lärm, mehr Unfälle, mehr Verletzte und Tote, … Öffentliche Verkehrsmittel, Rad- und Fußwege sind, was sie sind, weniger Verkehr, weniger Schadstoffe, weniger Lärm, weniger Unfälle, weniger Verletzte und Tote. Und: Mehr Gesundheit und Lebensqualität. Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung.

Die Erfahrung von Zwentendorf und Hainburg sagt: Es IST möglich.

‚Au statt Autobahn – Natur statt Beton‘.

Wann: Samstag 18. April um 15.00 Uhr
Wo: Bill-Grah-Park / Jazzpark Essling, 1220 Wien

LASSEN WIR UNS DIE ZUKUNFT NICHT ZUBETONIEREN
Mit Statements von Wissenschafter:innen, Aktivist:innen und Künstler:innen

Osterei gefällig?

Ich esse ein Osterei (NATUR). Mit ein bisschen Salz (NATUR), schmeckt gut. Das Ei kommt von einem biologisch gehaltenem Huhn (NATUR) mit Zugang zu Freiflächen (NATUR). Dort finden die Hühner auch Grünes (NATUR), Insekten (NATUR) und Würmer (NATUR). Ansonsten gefüttert mit Mais (NATUR), Weizen (NATUR), Gerste (NATUR), Sojabohnen (NATUR) und Mineralstoffen (NATUR). Alle hergestellten Futtermittel sind biologisch angebaut (NATUR).

Die Inhaltsstoffe (NATUR), die ich für das Funktionieren meines Organismus (NATUR) brauchen kann, nehme ich in den Körper (NATUR) auf, die anderen scheide ich aus (NATUR). Aus der Luft (NATUR), die ich während des Essens atme, nehme ich Sauerstoff (NATUR) auf und gebe Kohlendioxid (NATUR) ab. Salzstreuer, Besteck und Geschirr, das ich verwende ist aus Ressourcen der NATUR hergestellt.

Ich trinke ein Glas (erzeugt aus Quarzsand (NATUR), Soda, Sulfat und Kalk (NATUR)) Wasser (NATUR) dazu. Es stammt von einer Quelle (NATUR) hoch oben am Berg (NATUR) genährt von einem Gletscher (NATUR). Während der ganzen Zeit tauschen sich Atome (NATUR) meines Körpers (NATUR) mit der Umwelt (NATUR) aus. Selbst was ich während des Essens sehe, fühle, schmecke, rieche und höre, ist NATUR.

Ich bin NATUR.
Ich bin eine RECHTSPERSON.
Die NATUR ist eine RECHTSPERSON.

Schöne Ostern

NEIN

2,7 Milliarden und am Ende vermutlich noch viel mehr sollen für ein völlig veraltetes fossiles Projekt verschwendet werden. Die Lobauautobahn. Sämtliche wissenschaftlichen Studien sprechen dagegen. Die Lösung wäre der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Zu diesem Desaster kommen noch 7 Milliarden staatlicher Förderung von weiteren fossilen Projekten. NEIN, NICHT MIT UNS.

Klima-Report der WMO und Radeln For Future

„Hitze-Rekorde in den Weltmeeren, Gletscher schmelzen ab, Extremwetter fordern Tausende Menschenleben. Laut dem neuesten WMO-Report ist das Schlimmste nur durch schnelle Transformation weg von Öl und Gas zu verhindern.“ (DW, ausführlicher Bericht)

Na, da hätten wir ja jetzt DIE Gelegenheit dazu. Wo wir zusätzlich zu den schädlichen Auswirkungen auf das Klima die Folgen für unser Alltagsleben spüren, wenn wir von Öl und Gas abhängig sind. Die Lösung wäre einfach: Schnell und effizient Erneuerbare Energiequellen ausbauen. Wir müssen’s nur tun.

Weiter im Report:
„Zu den wichtigsten Ergebnissen des jährlichen WMO-Berichts über den Zustand des Weltklimas im Jahr 2025 gehören:

  • 2015 bis 2025 war das wärmste Jahrzehnt seit Beginn der Aufzeichnungen
  • Die Ozeane waren im neunten Jahr in Folge wärmer als je vorher gemessen.
  • Gletscher und Meereis ziehen sich weiter zurück
  • Extremere Wetterverhältnisse und mehr Gesundheitsrisiken 
  • Das Energieungleichgewicht auf der Erde hat einen historischen Höchststand erreicht. Das bedeutet, dass mehr Sonnenenergie in die Systeme der Erde eindringt, als sie verlässt.
  • Der Meeresspiegel steigt seit 2012 schneller als in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten. 

Jeder wichtige Klimaindikator leuchtet rot“, erklärte UN-Generalsekretär Antonio Guterres. „Die Menschheit hat gerade die 11 wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen hinter sich. Wenn sich die Geschichte 11 Mal wiederholt, ist das kein Zufall mehr. Es ist ein Aufruf zum Handeln“.  (DW)

Genau. Und wie jede einzelne Person jetzt schon handeln kann: Mehr Radeln. Dafür und für einen deutlichen Ausbau des Wiener Radwegenetzes demonstrieren Radeln For Future wie jeden ersten Freitag im Monat am 3. April 2026.

Video: Radeln For Future

Sei taff, komm hin, radel mit, setze ein Zeichen. „Zum Handeln aufrufen“, im Kleinen wie im Großen.

3. April 2026 um 17.00 Uhr beim Votivpark. Alle Infos