Wir wünschen euch wohltuende und erholsame Feiertage
Deutschlandfunk Kultur: „In Freiburg gibt es die erste Fahrradstrecke mit Solardach: Es erzeugt Strom und hält die Radelnden trocken. Die Entwickler haben schon viele weitere Anwendungen dieser Technologie vor Augen: Autobahnen, Bahntrassen, aber auch Zäune.“ Zum Hören, 7 min.
Neuartiges Windrad auf einer schwimmenden Pyramide. futurzone
Und falls ihr noch schnell ein sinnvolles Geschenk braucht, die Robert Jungk Bibliothek hat eine Liste mit den 10 besten Büchern zur Klimakrise im Jahr 2022 erstellt: Die besten 10
Klimastreik am 20. Jänner in ganz Niederösterreich
Fridays For Future ruft zum landesweiten Streik auf, da die nächste Landesregierung die letzte sein wird, die den niederösterreichischen Klimakurs noch in Richtung Pariser Klimabkommen bringen kann. Sozusagen: Last Government.
Fridays For Future: „Die Klimakrise betrifft uns alle: in jedem Land, jeder Stadt, jeder Gemeinde und jedem Ort! Gleichzeitig ist jede Gemeinde enorm wichtig für die notwendige Energie- & Mobilitätswende und daher ist auch dein Ort gefragt! In ganz Niederösterreich wird es am 20. Jänner Aktionen geben, um Druck auf die Landespolitik zu machen. Wir fordern von Niederösterreich so schnell wie möglich aus Öl & Gas auszusteigen, die Erneuerbaren schneller auszubauen und allen Menschen die Möglichkeit zu bieten, klimafreundlich unterwegs sein zu können.“
Seniors For Future unterstützen die Aktion und rufen alle, im besonderen natürlich die ältere Generation dazu auf, sich zu beteiligen. Alle Informationen hier.
Nun ist sie vorbei, die COP15. Die einen jubeln, die anderen zweifeln, ein Ergebnis mit Stärken und Schwächen. 196 Länder konnten sich immerhin auf einige wichtige Punkte einigen, das ist nicht nichts. So ist die 30×30 Regelung im Abkommen enthalten, 30% der Landfläche plus 30% der Meeresfläche werden unter Naturschutz gestellt, auch wenn die Qualität des Schutzes in der Endformulierung wieder abgeschwächt wurde und wenig Konkretes zur Umsetzung enthalten ist.
Die Möglichkeit von Kompensationszahlungen kann den Weg für Greewashing ebnen, dafür konnte man sich auf die Einrichtung eines neuen globalen Diversitätsfonds einigen (Greenpeace). Die Hoffnung, das Abkommen von Montreal könnte für die Biodiversität ähnliche Bedeutung erlangen wie das Pariser Abkommen für das Klima, wurde zumindest laut Greenpeace nicht erfüllt. Ursula Bittner von Greenpeace Österreich: „Von einem historischen Paris-Moment kann nicht die Rede sein. Dabei geht es längst nicht mehr nur um bunte Schmetterlinge und schöne Gärten, sondern um unsere Lebensgrundlage” (ebd).
Greenpeace analysiert differenziert und kommt zum Schluss: Zu wenig, zu lesen hier, der WWF sieht es als einen ‚Erfolg mit Schwächen‘ hier und Thomas Krumenacker (RiffReporter) beurteilt die Sache zwar kritisch, aber etwas optimistischer, zu lesen auf spektrum.de.
Weitere Berichte zum Thema COP15 finden sich in unserem Medienspiegel.
Donnerstag 15.12.2022 findet im Cafe Siebenstern ein Vortrag der Letzten Generation statt. Puls 4 dreht eine Reportage, mit einem Interview von Andrea Dierer vom Klimavolksbegehren (KVB). Du kannst dich informieren, Fragen stellen und Ideen einbringen.
Je mehr Menschen dort sind, umso größer die Unterstützung für den Klimaschutz. Deine Anwesenheit ist gefragt.
20.00 Uhr im 7 Stern Cafe, Siebensterngasse 31, 1070 Wien, (Karte). Infos hier
Sorry, das Video hat nicht funktioniert, hier nun ein Beitrag der ‚tagesschau‘ zum Thema.
Seit sechs Uhr Früh gab es heute in Deutschland bundesweit Hausdurchsuchungen bei Mitgliedern der ‚Letzten Generation‘. Grund: Gefahr der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Bei elf Mitgliedern habe es Durchsuchungen gegeben, fünf davon würden zur Zeit zum präventiven Gewahrsam in Gefängnissen sitzen.
CDU-Chef Merz nennt die Aktivist:innen der ‚Letzten Generation‘ kriminelle Straftäter. Egal wie man zu den jeweiligen Formen des Protests steht, halte ich die Kriminalisierung von Klimaaktivismus für eine demokratiegefährdende und letztlich auch klimagefährdende Entwicklung. Auch wenn diese Aktion eine bestimmte Gruppe betroffen hat, Stimmung gemacht wird dabei gegen Klimaaktivismus ganz allgemein. Schließlich lautet die Überschrift bei der tagesschau ja auch: Bundesweite Razzia gegen Klimaaktivisten. Hier geht’s zum Artikel (auch die Verlinkungen sind interessant).
Und hier ein Artikel zur Frage: Schaden die Aktionen der Letzten Generation dem Klimaschutz oder helfen sie? Was sagt die Forschung? Auf klimafakten.de
Den Weiler Lützerath bei Düsseldorf gibt es seit über 800 Jahren. Noch viel länger gibt es darunter ein Braunkohlevorkommen, bisher unberührt und niemanden hat es gestört. Braunkohle. Eine der schmutzigsten Energieformen überhaupt, mit einem höheren CO2-Ausstoß als Steinkohle, Öl oder Gas.
Die Kohle sollte bleiben wo sie ist, doch dann kam die Kohle-Wirtschaft in Gestalt der RWE Power AG. Auch wenn es andere Wege gäbe, der aktuellen Energieknappheit beizukommen, ein Argument ist unschlagbar: Profit. Im Oktober 2022 entschieden Bundes- und Landeswirtschaftsministerium den Abbau freizugeben (Wikipedia), Gerichte gingen konform. Abbauen, verkaufen, verheizen. Mitten in der Klimakrise.
Im heurigen Oktober hat auch der letzte Bewohner von Lützerath aufgegeben. Auf die dort lebenden Menschen wurde keine Rücksicht genommen, sie wurden abgesiedelt, in der Folge Pflanzen vernichtet, Baumbestand gerodet, Häuser abgerissen, Gärten planiert.
Doch ‚Lützerath lebt‘. So nennt sich ein Zusammenschluss mehrerer Bewegungen von Klimaaktivist:innen, die seit 2020 Aktionen organisieren und Protestcamps in Lützerath bewohnen und beleben (Wikipedia). Ziviler Ungerhorsam. Sie protestieren gegen diese menschen- und naturverachtende Zerstörung. Im Bericht der Treibhauspost wird eine Aktivistin zitiert: „Es gibt verschiedene Methoden, die Räumung zu erschweren“, sagt Mara. Dazu gehöre schon, allein mit dem eigenen Körper anwesend zu sein. Jeder Tag sei ein Sieg.
Ein lesenswerter Bericht über Drama und Hoffnung in Lützerath in der aktuellen Treibhauspost.
Nicht zum ersten Mal findet UN-Generalsekretär Guterres drastische und klare Wort zum Zustand der Welt. Ökologische Systeme wären zu „Spielbällen des Profits“ geworden, mit ihrer grenzenlosen Gier nach immer mehr wäre die „Menschheit zu einer Massenvernichtungswaffe geworden„. Aber er sieht in dieser Konferenz in Montreal auch eine „Chance, diese Orgie der Zerstörung zu stoppen„.
Delegierte aus fast 200 Ländern wollen sich auf ein Artenschutzabkommen einigen. Eines der Ziele wäre, 30% der Fläche an Land und im Meer unter Schutz zu stellen. Außerdem geht es auch um die Renaturierung zerstörter Ökosysteme, weniger Pestizideinsatz und weniger Plastikmüll.
Donnerstag 8. Dez. 17.00 – 20.00 Uhr Uni Campus C1
Wir unterstützen die Aktion von ‚Erde brennt‘:
„Um einen Systemwandel zu schaffen braucht es uns alle. Du wolltest schon immer aktiv werden aber wusstest nicht wie oder wo? Dann kommt diesen Donnerstag ab 17.00 zum besetzten Hörsaal C1 am Uni Campus. Hier kannst du die unterschiedlichen Gruppen, Organisationen und Initiativen in Wien kennenlernen und erfahren wie du aktiv werden kannst.“
Fight Today for a Better Tomorrow – Hörsaal C1 am Uni Campus
Wie man ernsthaft behaupten kann, man wolle den Qualitätsjournalismus fördern und als ersten Schritt eine der wenigen österreichischen Qualitätszeitungen abzuschaffen versucht, ohne dabei rot zu werden, ist mir ein Rätsel.
Nun gibt es den Ministerialentwurf zum ‚Bundesgesetz über die Förderung des qualitätsvollen Journalismus in Medien des Print- und Online-Bereichs‘. Bis zum 19. Dezember 2022 können noch Stellungnahmen dazu abgegeben oder bereits geschriebene Stellungnahmen unterstützt werden.
Georg Kury (Klimavolksbegehren) hat eine Stellungnahme verfasst, in der er die Einbeziehung der Klimaberichterstattung in das Gesetz einfordert. Ein paar Ausschnitte:
„Es ist daher notwendig, neben der regionalen und der EU-Berichterstattung auch die Klimaberichterstattung besonders zu fördern. Zu diesem Zweck sollte die Inhaltsvielfaltsförderung in § 3 Abs 2 Zif 2 auf 10 Millionen Euro erhöht und ein Punkt c) Klimaberichterstattung ergänzt werden. […] Es ist nicht einzusehen, warum Medien, die im Widerspruch zum Europäischen Klimagesetz die existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel leugnen oder verharmlosen, von einer Förderung des Qualitätsjournalismus profitieren sollten. Es ist daher nach § 5 Abs 2 Zif 4 eine Zif 5 zu ergänzen mit folgendem Inhalt: „5. die existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel verharmlost oder verleugnet“ […] Um den Wissensstand bei den Medienunternehmen zu erhöhen, ist in § 4 Abs 1 Zif 1 der Begriff Wissenschaft in die Aufzählung der Bereiche aufzunehmen. In § 6 Abs 2 Zif 2 sind neben den Auslandskorrespondent:innen auch Wissenschaftsjournalist:innen besonders zu fördern.“ (Georg Kury)
Es braucht deine, es braucht unser aller Unterstützung. Unterstütze diese Stellungnahme oder schreib eine eigene, beides ist wichtig, beides ist hier möglich: parlament.gv.at.
‚Erde brennt‘ nennen die Student:innen ihre Aktion. Sie besetzen derzeit Räume an drei österreichischen Hochschulen und fordern einen Systemwandel (s.u.). Erde brennt im Wortsinn, wenn wir so weitermachen wie bisher. Das heurige Jahr hat es uns in zahlreichen Katastrophenszenarien gezeigt. Und das war nur ein kleiner Vorgeschmak auf das, was uns erwartet, wenn die Erde nicht wie jetzt um 1.1 Grad sondern um 2.8 Grad wärmer ist.
Just in einer Zeit, in der die Klimakrise durch die COP27 und den Klima-Aktivismus in aller Munde ist, scheitert das Erneuerbare-Wärme-Gesetz. Die für die Finalisierung nötigen Mehrheiten sind nach einem Bericht der Kleinen Zeitung nicht zustandegekommen, was die Umsetzung des EWG, geplant für Jänner 2023, um voraussichtlich mindestens ein halbes Jahr verzögern wird. Und – für die Umsetzung aller Maßnahmen wesentlich – das Klimaschutzgesetz ist mit heute seit 702 Tagen ausständig.
Schämt euch!
Die Presseaussendung von Fridays For Future dazu ist hier zu lesen.
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