Energie-Sicherheit und soziale Gerechtigkeit

‚Energieversorgung
ist öffentliche Aufgabe‘


Attac hat mit dem „sozial-ökologischen Energie-Grundanspruch“ ein Modell ausgearbeitet, das die notwendige Versorgung aller Menschen mit Energie sichert, gleichzeitig Verschwendung teurer macht und insgesamt die Einsparung von Energie effektiv fördert.
Natürlich sollte diese Maßnahme verbunden werden mit der längst fälligen Übergewinnbesteuerung der Energiekonzerne. So könnten kostenneutral Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit in Einklang gebracht werden.

Wir finden das Modell gut und möchten es hier zur Diskussion stellen:

Energiepreise: Attac fordert sozial-ökologischen Energie-Grundanspruch.
Energieversorgung ist öffentliche Aufgabe / Hälfte des durchschnittlichen Haushaltsverbrauchs für Strom kostenfrei / Tarif steigt progressiv nach Verbrauch

In der aktuellen Debatte um steigende Energiepreise fordert Attac einen „Energie-Grundanspruch“ mit progressiven Tarifen – insbesondere für verschwenderischen Luxusverbrauch. Der Vorschlag macht die Basis-Versorgung mit Energie zu einer öffentlichen Aufgabe und verbindet somit soziale und ökologische Herausforderungen … “ Hier geht’s zum ganzen Artikel inkl. Video (5min) mit Lisa Mittendrein, Attac Ökonomin.

Schickt uns eure Meinungen und Sichtweisen. Auch diese werden wir gerne hier zur Diskussion stellen. Kontakt


>>> Fotos von der Fahraddemo am 06.08.2022 findest du in der Galerie <<<

Klimanews

Neue Website
Neues Forum


Neue Website

Der erste bundesweite Bürger:innenrat zum Thema Klima, der Österreichische Klimarat, entstand aus den Forderungen des Klimavolksbegehrens, das von knapp 400.000 Personen unterzeichnet wurde. An sechs Wochenenden von Jänner bis Juni 2022 erarbeiteten 88 zufällig ausgewählte Teilnehmer:innen 93 Empfehlungen für den Klimaschutz bzw. für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2040.

Die Teilnehmer:innen haben sich unter Anleitung von Expert:innen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Sie haben die Wichtigkeit erkannt, dass schnelles Handeln notwendig ist, und wollen sich auch in Zukunft für den Klimaschutz engagieren.

Dazu haben sie den ‚Verein des Österreichischen Klimarats der Bürgerinnen und Bürger‘ gegründet, der seit kurzem eine eigene Website hat. Zur Website.

Neues Forum

Der Standard möchte ‚seiner Verantwortung als Qualitätsmedium umfassend gerecht werden‚ und hat für seine Community ein neues Forum geschaffen: Der neue STANDARD-Klimatreffpunkt. Das Forum soll einen offenen Austauschort für Menschen bieten, die an den Herausforderungen der Klimakrise und deren Bewältigung interessiert sind.

Neben den Diskussionen der User:innen soll hier aber auch ein Austausch zwischen Community und Redaktion entstehen. Artikel, Podcasts und Videos sollen als Impulsgeber für die inhaltliche Auseinandersetzung eingestellt werden. Zum Forum.

Ist Österreich Europameister?

Jeden Tag
18 Fußballfelder

Sind wir Europameister, sind wir es nicht? Laut Profil Faktencheck vom Juli 2021 sind wir es. Täglich werden in Österreich 13 ha Land (das entspricht ca. 18 Fußballfeldern) verbaut, entspricht im Jahr mit 44 Quadratkilometer ca. der Größe von Eisenstadt. Zielvorgabe der EU wären 2,5 ha/Tag.

Unser Straßennetz ist doppelt so dicht wie jenes in Deuchtschland (ebd): Deutschland 7,9 Straßenmeter/Kopf, Österreich 15. Als Wiener:in denkt man da zuerst an die Lobau, doch auch in anderen Bundesländern wird in verantwortungsloser Manier Grünland verschwendet, sprich verbaut.

„Retten wir gemeinsam den Auwald“

Aktuell gibt es eine Bürger:innen-Initiative gegen die Rodung von 5.855 qm Wald in Gmunden. Der unberührte Auwald soll einem Hotelparkplatz mit 227 Auto-Abstellplätzen (Vorschrift: je Zimmer ein Abstellplatz) weichen. Bürgerinnen und Bürger von Gmunden haben den Verein ‚Wald statt Parkplatz‘ gegründet, fordern den sofortigen Stopp der Planungen und eine alternative Parkplatzerrichtung ohne zusätzliche Rodungen, ohne Vernichtung von Waldgebiet.

Die Initiative bittet um Unterstützung mittels einer Petition, die du hier unterschreiben kannst.

Ausführliche weitere Informationen finden sich im Standarad vom 13. Juli: Waldstück in Gmunden soll für Hotelparkplatz gerodet werden.

Jede Stimme zählt. Deine Stimme zählt.

Klima-Experte Georg Kaser im Interview

Ein wichtiger Teil im Prozess des Klimarates war der wissenschaftliche Beirat, der den Bürgerinnen und Bürgern das nötige Wissen zum Thema Klima vermittelte, als Voraussetzung für die Arbeit an den 93 Empfehlungen.

Das Team von 13 Wissenschaftler:innen aus verschiedensten Disziplinen wurde von Georg Kaser, Gletscher- und Klimaforscher (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Birgit Bednar-Friedl, Umweltökonomin (Universität Graz) geleitet.

Im Checkpoint-Talk von schaumedia.at (u.a. Kurier) am 12.07.2022 analysiert Georg Kaser die Ergebnisse des Klimrates und gibt einen Einblick in die Situation des Weltklimas. Nachzusehen hier (25 min).

J. Schmuckenschlager setzt sich für Klimarat ein

Nachdem wir heute einen offenen Brief an Herrn Schmuckenschlager veröffentlicht haben, möchten wir nun auch das Positive berichten.

Bereits gestern berichtete der Kurier über eine Kehrtwende in Sachen Klimarat. Schmuckenschlager habe sich laut einer Klimarrätin bei einem Treffen im Parlament für seine Aussagen entschuldigt.

Schmuckenschlager weiter: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir zumindest einen Prozess mit dem Ministerium konzipieren, wo man zu den einzelnen Vorschlägen auch Einschätzungen und Zielerfüllungen formuliert. Die Teilnehmer haben sich das sicherlich verdient.“ (Kurier, 10.7.2022, ganzer Artikel hier)

Wir begrüßen diese Wendung sehr und hoffen, dass sich darin eine ernsthafte und nachhaltige Veränderung in der Klimapolitik der ÖVP ausdrückt. Wir werden es aufmerksam verfolgen und berichten.

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Schmuckenschlager!

Anfang Juni dieses Jahres haben Sie u.a. über den Kurier ausrichten lassen, dass Sie den Klimarat für ‚untauglich‘ halten und die Ergebnisse für Sie ‚keine Relevanz‘ hätten. Bereits am 14. Juni haben einige TeilnehmerInnen des Klimarats zu Ihren Aussagen in einem offenen Brief dazu Stellung genommen (ebenfalls im Kurier).

Ergänzend möchten wir Sie diesbezüglich an Aussagen erinnern, in denen Sie noch eine ganz andere Einstellung zur Bürgerbeteiligung vertreten haben:  Am 9. März 2021 wurden Sie in einer APA-Aussendung folgendermaßen zitiert: „In Bezug auf den Anschub bei der Infrastruktur verwies der ÖVP-Mandatar (Schmuckenschlager, Anm.) auf die wichtige Rolle der BürgerInnen, da sie die Maßnahmen gesellschaftlich mitzutragen haben. Trotz wirtschaftlich schwerer Zeiten dürfe der Umweltschutz nicht hintangestellt werden, meinte er.“

Sie weisen hier auf die ‚wichtige Rolle der BürgerInnen hin, da sie die Maßnahmen mitzutragen haben‘. Aus unserer Sicht ein zentraler und wesentlicher Aspekt. Maßnahmen, in deren Entwicklung BürgerInnen direkt miteinbezogen waren, werden deutlich besser angenommen als bloße Verordnungen. Je umfangreicher die Mitgestaltungsmöglichkeit für BürgerInnen, umso eher wird die Umsetzung der Maßnahmen von der Bevölkerung unterstützt. Und das liegt wohl auch im Interesse der Politik und hilft zu verhindern, dass der Umweltschutz ‚hintangestellt‘ wird.

Wir möchten daher den Appell an Sie richten, Ihre Haltung noch einmal zu überdenken und sich auf Ihre alten Werte zu besinnen. Werte, die hoch modern sind und in einem Moment der Klimakrise, da schnelles und effektives Handeln angezeigt ist, absolut notwendig erscheinen. Die Klimakrise ist nur gemeinsam zu bewältigen, von Politik und Bevölkerung, von Institutionen und Privaten. Um diese gemeinsame Anstrengung auch wirksam umzusetzen, brauchen wir praktikable Beteiligungsformate wie z.B. den Klimarat.

Unser Appell: Lesen Sie die Empfehlungen und urteilen Sie dann, ob hier nicht doch einige konstruktive Vorschläge gemacht werden, die bei der Bewältigung dieser schwierigen  Aufgabe helfen könnten, mit größtmöglicher Unterstützung der Bevölkerung.

Antworten veröffentlichen wir gerne in unseren Medien

Pressekonferenz des Klimarates

Präsentation der
Ergebnisse am
4. Juli 2022


Am 4. Juli hat der Klimarat die Ergebnisse seiner Arbeit der Öffentlichkeit präsentiert. Nach 6 Wochenenden und einem halben Jahr intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema Klima, in Begleitung von zahlreichen Wissenschaftler:innen und einem professionellen Moderator:innenteam ist es soweit: Der Endbericht des Klimarates ist fertig. Nachzulesen hier.

Wer die Pressekonferenz versäumt hat und nachsehen will, das geht hier.

Außerdem wurde vor kurzem eine Petition gestartet:
„An die Bundesregierung und den Nationalrat. Klimaneutralität 2040: Empfehlungen des Klimarates umsetzen“.
Zur Unterzeichnung hier
Einen Pressebericht dazu gibt’s hier.

Je mehr Menschen sich hinter die Empfehlungen des Klimarates stellen und sie unterstützen, im öffentlichen, im privaten Umfeld, wie auch immer, umso größer wird der Druck auf die Politiker:innen, die Empfehlungen auch umzusetzen.

Jede Stimme zählt, deine Stimme zählt.

„Wir sind der Klimarat“

Die Klimaräte
melden sich zu Wort


Zwei Teilnehmer:innen melden sich stelltvertretend für den ersten bundesweiten Klimarat in Österreich zu Wort und kündigen die Präsentation der Ergebnisse an: Kurier vom 28.6.2022.

„Wir konnten im Klimarat erleben, dass es eine breite Akzeptanz für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen in der Bevölkerung gibt. Unsere Vorschläge werden berücksichtigen, dass Klimaschutzmaßnahmen die sozial Schwächeren stärker treffen können und fordern Ausgleich. Wir Klimarätinnen und Klimaräte sind der Meinung, dass alle Menschen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können“(ebd).

Am Montag 4. Juli 2022 um 10.30 werden Arbeit und Ergebnisse des Klimarats auf einer Pressekonferenz präsentiert. APA-Ankündigung hier: Klimarat der Bürgerinnen und Bürger präsentiert Empfehlungen an die Politik.

Die Präsentation wird per Livestream übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=vqC9ydOpQBY

Klima Bürger:innenrat LIVE erleben

Freitag 1. Juli 2022
15.00 bis 19.00 Uhr
Groß-Enzersdorf

Brauchen wir eine Ökodiktatur, um schnell genug handeln zu können? Oder brauchen wir neue demokratische Formate, um wirksam gegen die Erderhitzung vorgehen zu können? Und wie könnten diese aussehen und wie könnten die Schnittpunkte zur Politik effizient gestaltet werden.

Im „Klimarat zum Kennenlernen“ kann ein mögliches demokratisches Format direkt miterlebt werden, veranstaltet von Mehr Demokratie, Wir entscheiden Klima, Ökonews und Powerful People. Mit Experten-Kurz-Statements von Ines Oman (Koordination Klimarat im BMK), Teilnehmer:innen des Klimarats Österreich, u.a. Weitere Informationen hier.

Fahr klimafreundlich mit dem Rad oder öffentlich – mit dem 26A bis zur Endhaltestelle, dann 1 Gehminute (Fahrplan 26A)

Klimaworkshop / Klimatheater

Klimaworkshop und Theater
„Wir sind aber da!“
9. Juli 2022
Steinbach an der Steyr

Foto: Theater TamTam

Theater TamTam ladet ein:

Nun werden es irgendwann schon zwei Jahre Organisation, Blödelei, Weiterbildung, Tränen, Schweiß und Herzblut, die ich gemeinsam mit Theater TamTam in unser Theaterstück „Wir sind aber da!“ fließen hab lassen. Endlich können wir unser Stück und den Workshop auch in Steinbach anbieten:

Klimaworkshop in Steinbach an der Steyr, Pilshalle, 16.00 bis 19.00
In diesem dreistündigen Workshop bekommen Sie einen Überblick, welche Maßnahmen besonders effizient sind und welche im Allgemeinen überschätzt werden.
Mehr Infos bei der Facebookveranstaltung hier.
Anmeldung erbeten hier.

‚Wir sind aber da‘, Klimatheater in Steinbach an der Steyr, 20.00-21.00
6 Schauspielende auf einer 2qm Bühne
Der Drahtseilakt, ein Stück zu kreieren, in dem man von Herzen lacht, den Finger kompromisslos auf die Wunden unserer Zeit legt und dabei einen Blockbuster kritisch auseinandernimmt, haben wir gewagt.
Mehr Infos bei der Facebookveranstaltung hier.
Infos, Trailer und Fotos hier

Es würde mich und uns sehr freuen, wenn wir viele bekannte und neue Gesichter im Publikum haben.
Macht schlau, macht Spaß, macht Sinn – schau hin!

Daniel, Eva, Florian, Mathias, Sandra und Steffi
Theater TamTam


Und am Freitag 1. Juli 2022 gibt es wieder die wöchentliche Raddemo.
Holiday Bike Ride – Ab in den Süden!
Treffpunkt 17.00 Uhr beim Votivpark.
Weitere Infos hier.