Viele gute Argumente

Nachhaltige Lösungsvorschläge als Alternative zum Lobau-Autobahn-Tunnel-Projekt gibt es viele, sie werden nur nicht gehört. Selbst wenn man diese Argumente nicht hören will, gibt es eine eindeutige und von allen Expert:innen geteilte Einschätzung: Mehr Straßen bedeuten mehr Autos. Stau folgt automatisch. Gerade in Österreich zählt der Verkehr zu einem der größten Problemfelder in Sachen Klimaschutz.

Respekt vor den vielen Aktivist:innen, die sich trotz klirrender Kälte nicht davon abbringen lassen, sich für bessere Verkehrslösungen, bessere Lebensbedingungen der Anwohner:innen, für eine gesündere Umwelt hier in Wien und letztlich für den globalen Klimaschutz einzusetzen. Danke!!!

Lobau bleibt

Die Stadt Wien setzt alles daran, das Lobau-Projekt wie geplant durchzusetzen, Ministerin Gewessler und die Lobau-Besetzer:innen halten dagegen. Eine Räumung wird befürchtet. Die wichtigsten News dazu in ORF-Wien-Heute vom 10.12.2021 (ab min 11).

Und in der Galerie unsere unermüdliche Aktivistin Christa zur Unterstützung in der Lobau.

Zur Erinnerung …

… an die große Klimademonstration am 24.09.2021 in Wien


Eine der größten Klimademonstrationen in Wien, das sollten wir uns immer wieder ins Bewußtsein rufen, es war ein toller Erfolg. Auch wenn die nachfolgende Klimakonferenz in Glasgow nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, doch ein starkes Lebenszeichen der Klimabewegung weltweit. Das Video dazu findest du hier in der Galerie.

Danach gibt es noch eine Zusammenstellung vieler einzelner persönlicher Statements „Warum wir Fridays for Future unterstützen“, von Parents 4 Future Germany. Auch in der Galerie hier.

Der Klimarat beginnt

Bürgerinnen und Bürger setzen Maßstäbe


Umweltministerin Gewessler hat mitgeteilt, dass der Klimarat der Bürgerinnen und Bürger im Jänner 2022 beginnen wird, das erste Treffen der 100 durch Zufallsprinizip ausgewählten Bürger:innen ist für 15. und 16. Jänner 2022 angesetzt.

Der Klimarat war eine zentrale Forderung des Klimavolksbegehrens, das von 380.000 Personen unterschrieben wurde. In fünf weiteren Treffen bis Juni 2022 sollen Lösungsvorschläge für Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet werden, um für Österreich das Ziel der ‚Klimaneutralitiät‘ bis 2040 zu erreichen.

Pressemeldungen dazu finden Sie unter ‚Medien‘ oder hier und hier.

Es gibt auch Gutes zu berichten

Die Wale
erholen sich

Wie das Wochenmagazin Profil berichtet, gibt es von den Meeren und Gewässern auch Gutes zu berichten. Nachdem die Buckelwale fast ausgerottet waren, hätten die Schutzprogramme seit 1960 offensichtlich Wirkung gezeigt. Mit 120.000 Buckelwalen hätten sie fast wieder den historischen Bestand erreicht. Auch andere Walarten hätten sich erholt, der nordatlantische Glattwal allerdings wäre mit 330 Tieren weiterhin akut vom Aussterben bedroht.

Die Meeresschutzgebiete würden trotz Widerstands wachsen, die Hochseefischerei u.a. auf Grund des Engagements von Umweltschutzorganisationen zurückgehen. Zudem plane die WTO eine deutliche Reduktion der Subventionen, was einen Teil der Hochseefischerei unrentabel machen würde.
Diese und weitere gute Umweltnachrichten nachzulesen im Profil.

Klimarat

Eines der spannendsten aktuellen Projekte der Bundesregierung ist wohl der im ersten Halbjahr stattfindende Klimarat der Bürgerinnen und Bürger. 100 Bürger:innen aus ganz Österreich sollen über Klimaschutzmaßnahmen diskutieren, beraten und Lösungsvorschläge erarbeiten.

Am 26.3.2021 wurde die Regierung per Entschließungsantrag beauftragt, einen Klimarat durchzuführen. Die Umsetzung liegt in den Händen des Klimaministeriums, die Statistik Austria wurde mit der Auswahl der Teilnehmer:innen nach dem Zufallsprinzip beauftragt. Wobei aus allen Bürger:innen, die einer Teilnahme zugestimmt haben, eine Auswahl nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Wohnort, Einkommen und Bildungsstand getroffen wurde, welche die österreichische Bevölkerung möglichst gut repräsentieren soll. (Website Klimaministerium)

Speziell ausgebildete Moderator:innen werden die sechs Wochenend-Sitzungen in Wien und Salzburg organisieren und durchführen, Expert:innen bringen die Teilnehmer:innen auf den neusten Stand der Erkenntnisse. Der Rat wird außerdem von einem wissenschaftlichen Gremium begleitet. Auch für die übrige Bevölkerung soll es Gelegenheit geben, sich an der Diskussion zu beteiligen, entsprechende Formate sind noch in Arbeit.

Die Ergebnisse werden dem Klimakabinett bzw. der Bundesregierung übergeben. Da es keine verbindlichen Abkommen gibt, was davon umgesetzt werden muss, ist eine Umsetzung der Ergebnisse offen und vom ‚Gutwill‘ der Regierung abhängig. Daher ist eine möglichst breite Öffentlichkeit und Unterstützung durch die Bevölkerung unabdingbar, damit die Arbeit des Klimarats auch Wirkung zeigen kann.