Wir gehen ins Kino!

MI 18. Jan. 2023
18.30 Uhr
im Filmhaus

Foto: Flimcasino


VANDANA SHIVA – EIN LEBEN FÜR DIE ERDE
am Mi. 18.1. um 18:30 Uhr im Filmhaus, Spittelberggasse 3, 1070 Wien

 
Der Film erzählt die bemerkenswerte Lebensgeschichte der Öko-Aktivistin Dr. Vandana Shiva, wie sie sich den Großkonzernen der industriellen Landwirtschaft entgegenstellte und in der Bewegung für Biodiversität und ökologische Landwirtschaft zur Ikone wurde. Sie inspirierte so weltweit zu einer Agrar- und Ernährungswende und wurde zu einer der wichtigsten Aktivistinnen unserer Zeit, wofür sie unter anderem den alternativen Nobelpreis erhielt.
Weitere Infos: https://www.filmcasino.at/film/vandana-shiva-ein-leben-fuer-die-erde/
 
Wenn du nachher mit uns auf einen Drink/etwas essen gehen möchtest, gib uns Bescheid, damit wir in der Nähe einen Tisch reservieren können, unter: team@seniorsforfuture.at
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Klimaschutz und Demokratie gehören zusammen, das zeigen die zahlreichen Klima-Bürger:innenräte in Europa und die (teilweise korrupte) Blockade-Politik einiger Parteien. Wer vor der Kinovorstellung noch eine Antikorruptions-Aktion unterstützen will: Um 17:00 Uhr fährt eine Limousine vor dem Parlament vor, ihr entsteigt Justitia, die auf dem für sie ausgerollten roten Teppich Richtung Parlament schreiten wird. Ein Zeichen gegen die Korruption und damit gegen die Anti-Klima-Politik. Je größer die Fangemeinde, umso größer die Wirkung.
Darum zeigen wir Präsenz und sind dort.

Lützerath braucht Hilfe!

Die Räumung steht unmittelbar bevor.


Polizei ist bereits vor Ort, um Vorbereitungen für die Räumung zu treffen. Am 09.01.2023 endet die genehmigte ‚Mahnwache Lützerath‘ als angemeldete Veranstaltung, ab 10.01.2023 ‚darf‘ geräumt werden. Wer noch mithelfen will, muss also vor dem 09.01.23 anreisen, dann wird vorraussichtlich abgeriegelt.

Es geht nicht nur um die 280 Millionen Tonnen CO2, die mit dem Abbau des Braunkohlelagers unter dem kleinen Weiler in die Atmosphäre gelangen. Der Kampf in Lützerath steht auch für ein Symbol gegen unsinnige und fahrlässige Klimapolitik, für den Kampf um Klimaschutz und den Erhalt der Biosphäre, die Leben auf unserem Planeten überhaupt erst ermöglicht.

Zur Website der Aktivist:innen von ‚Lützerath lebt‘ geht’s hier.
Zum 2 Min-Video der Aktivist:innen hier.
Ausführlicher Bericht vom 1.1.23 in der taz hier.

‚Lützerath Lebt‘

Ab 10. Jänner
darf geräumt
werden


Wie bereits berichtet, wurde im Herbst 2022 von den zuständigen Ministerien und Gerichten endgültig entschieden, den Abbau der Braunkohle unter dem Weiler Lützerath durch die RWE Power AG zu genehmigen. Seit 2006 wurden Bewohner:innen abgesiedelt, der letzte Einwohner hat das Dorf nach einer abgelehnten gerichtlichen Klage erst heuer verlassen. Bereits 2020 hat das Bündnis ‚Lützerath Lebt‘ ein Protestcamp in Lützerath errichtet und leistet seither Widerstand in Form von zivilem Ungehorsam. Prominente Aktivist:innen wie Greta Thunberg, Luisa Neubauer und Vanessa Nakate haben die Aktion durch ihren Besuch im Camp unterstützt. (Wikipedia)

Luisa Neubauer dazu auf dem Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen Mitte Oktober 2022 in Bonn: „Nach meiner Rede werde ich mit anderen zusammen nach Lützerath fahren, wohin sonst. […] In Lützerath manifestiert sich das große Ganze […] durch den vorgezogenen Kohleausstieg wird keine einzige Tonne CO2 eingespart. […] 280 Millionen Tonnen darf RWE nach Vereinbarung aus dem Boden holen, keine 50 Millionen Tonnen dürften sein, für 1.5 Grad. […]. Solange Kohlekonzerne die Regeln machen, gibt es keine Klimagerechtigkeit.“ Und sie fordert: „Ein Moratorium für Lützerath, eine Kompensationlösung für die erzeugten Emmissionen und ein echter Prozess zur Gestaltung des Tagebaus“ Die ganze Rede hier.

Durch eine Allgemeinverfügung des zuständigen Kreises Heinsberg vom 20.12.2022, die den Aufenthalt in Lützerath untersagt, dürfen Räumungsmaßnahmen ab dem 10. Jan. 2023 durchgeführt werden. Die Aktivist:innen erwarten die Räumung Mitte Jänner. Hier eine Analyse von Deutschlandfunk.

Zwei Pilotprojekte

Wir wünschen euch
wohltuende und erholsame
Feiertage


Deutschlandfunk Kultur: „In Freiburg gibt es die erste Fahrradstrecke mit Solardach: Es erzeugt Strom und hält die Radelnden trocken. Die Entwickler haben schon viele weitere Anwendungen dieser Technologie vor Augen: Autobahnen, Bahntrassen, aber auch Zäune.“
Zum Hören, 7 min.

Neuartiges Windrad auf einer schwimmenden Pyramide.
futurzone

Und falls ihr noch schnell ein sinnvolles Geschenk braucht, die Robert Jungk Bibliothek hat eine Liste mit den 10 besten Büchern zur Klimakrise im Jahr 2022 erstellt: Die besten 10

Dein Ort for Future

Klimastreik
am 20. Jänner
in ganz Niederösterreich


Fridays For Future ruft zum landesweiten Streik auf, da die nächste Landesregierung die letzte sein wird, die den niederösterreichischen Klimakurs noch in Richtung Pariser Klimabkommen bringen kann. Sozusagen: Last Government.

Fridays For Future: „Die Klimakrise betrifft uns alle: in jedem Land, jeder Stadt, jeder Gemeinde und jedem Ort! Gleichzeitig ist jede Gemeinde enorm wichtig für die notwendige Energie- & Mobilitätswende und daher ist auch dein Ort gefragt! In ganz Niederösterreich wird es am 20. Jänner Aktionen geben, um Druck auf die Landespolitik zu machen. Wir fordern von Niederösterreich so schnell wie möglich aus Öl & Gas auszusteigen, die Erneuerbaren schneller auszubauen und allen Menschen die Möglichkeit zu bieten, klimafreundlich unterwegs sein zu können.“

Seniors For Future unterstützen die Aktion und rufen alle, im besonderen natürlich die ältere Generation dazu auf, sich zu beteiligen. Alle Informationen hier.

Montreal ist nicht Paris

COP15
Habe fertig


Nun ist sie vorbei, die COP15. Die einen jubeln, die anderen zweifeln, ein Ergebnis mit Stärken und Schwächen. 196 Länder konnten sich immerhin auf einige wichtige Punkte einigen, das ist nicht nichts. So ist die 30×30 Regelung im Abkommen enthalten, 30% der Landfläche plus 30% der Meeresfläche werden unter Naturschutz gestellt, auch wenn die Qualität des Schutzes in der Endformulierung wieder abgeschwächt wurde und wenig Konkretes zur Umsetzung enthalten ist.

Die Möglichkeit von Kompensationszahlungen kann den Weg für Greewashing ebnen, dafür konnte man sich auf die Einrichtung eines neuen globalen Diversitätsfonds einigen (Greenpeace). Die Hoffnung, das Abkommen von Montreal könnte für die Biodiversität ähnliche Bedeutung erlangen wie das Pariser Abkommen für das Klima, wurde zumindest laut Greenpeace nicht erfüllt. Ursula Bittner von Greenpeace Österreich: „Von einem historischen Paris-Moment kann nicht die Rede sein. Dabei geht es längst nicht mehr nur um bunte Schmetterlinge und schöne Gärten, sondern um unsere Lebensgrundlage” (ebd).

Greenpeace analysiert differenziert und kommt zum Schluss: Zu wenig, zu lesen hier, der WWF sieht es als einen ‚Erfolg mit Schwächen‘ hier und Thomas Krumenacker (RiffReporter) beurteilt die Sache zwar kritisch, aber etwas optimistischer, zu lesen auf spektrum.de.

Weitere Berichte zum Thema COP15 finden sich in unserem Medienspiegel.

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Flutkatastrophe in Pakistan, 30 Millionen Menschen ohne Obdach.
Bericht von medico international hier, Spendenmöglichkeit hier.

Fluthilfe Pakistan

‚medico international‘
hilft den Menschen in Pakistan

Foto: flut_pakistan_reuters, auf medico international

Pakistan hat den Klimwandel nur in sehr geringem Maß mitverursacht ist aktuell aber in sehr hohem Maß davon betroffen: Ein Drittel des Landes ist überflutet, Millionen Menschen haben ihre Existenzgrundlage verloren, 30 Millionen Menschen sind ohne Obdach, die Ernte des Jahres ist vernichtet.

Der gefeierte Beschluss der COP27 in Sharm El Scheikh, einen Fond zur Abdeckung von Klimafolgeschäden in den südlichen Ländern einzurichten, hilft da wenig. Erst im nächsten Jahr soll festgelegt werden, bis wann, für welche Länder und durch wen Gelder bereit gestellt werden sollen. Für die jetzige Not Pakistans zu spät.

Medico International: „Die Fluten in Pakistan zeigen: Ohne Klimagerechtigkeit wird der Süden nicht überleben, was der globale Norden angerichtet hat. (…) „Die Mehrzahl der Menschen, die jetzt ohne Haus sind, haben sich auf Anhöhen nah ihrer versunkenen Dörfer gerettet, campieren oft auf Straßenrücken, die aus dem Wasser ragen. Drehen sie sich einmal um sich selbst, ist es, als schauten sie über einen See, der rundum bis zum Horizont reicht. Wenn sie Glück haben, nähern sich ihnen von irgendwo zwei, drei Schlauchboote. Sie bringen Säcke mit Reis, Linsen, Mehl, Salz, Milchpulver, Tee, ein paar Plastikplanen, Seife, ein paar Medikamenten, Mückencreme.“ (medico international)

Beitrag von medico international hier, Spendenmöglichkeit hier.

Letzte Generation im Siebenstern

15.12.2022
20.00 Uhr
Cafe 7 Stern


Donnerstag 15.12.2022 findet im Cafe Siebenstern ein Vortrag der Letzten Generation statt. Puls 4 dreht eine Reportage, mit einem Interview von Andrea Dierer vom Klimavolksbegehren (KVB). Du kannst dich informieren, Fragen stellen und Ideen einbringen.

Je mehr Menschen dort sind, umso größer die Unterstützung für den Klimaschutz. Deine Anwesenheit ist gefragt.

20.00 Uhr im 7 Stern Cafe, Siebensterngasse 31, 1070 Wien, (Karte). Infos hier