Wir protestieren!

Bürgermeister Ludwig sollte sich entschuldigen


Dass eine Stadtregierung ihren Kindern und Jugendlichen, die sich politisch engagieren und sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen, mit einer existenzgefährdenden Klage droht, macht im ersten Moment sprachlos. Eine unglaublich unmenschliche Vorgehensweise und gleichzeitig demokratiepolitische Bankrotterklärung. Nicht von irgendjemand, sondern von einer sozialdemokratischen Regierung. Die Sozialdemokratie, die so lange und mit vielen Opfern für das Recht auf Demonstrationsfreiheit und für Bürger:innenrechte gekämpft hat.

Bürgermeister Ludwig, der auch viel für die Stadt Wien getan hat, scheint sich in dieser Sache völlig verrannt zu haben, ein Schritt auf die Seite und ein Blick mit Abstand würde ihm gut tun. Eine Lösung in diesem Konflikt kann nur durch Dialog erreicht werden.

Wir schließen uns der Forderung von Extinction Rebellion, Fridays for Future Wien, Jugendrat und System Change not Climate Change an: „Die Stadt Wien muss von sämtlichen rechtlichen Schritten gegen den legitimen Protest Abstand nehmen. Beenden Sie Ihre Einschüchterungstaktik und nehmen Sie die Forderungen der jungen Menschen ernst!“

Die Petition kannst du hier unterzeichnen.

Standard: Kritik an Anwaltsbriefen wegen Stadtstraßenbesetzung nimmt zu
Profil: Stadtstraße: Auch Verkehrsexperten der TU bekamen Klagsdrohung der Stadt
Standard: Lobau: Organisationen geben Stadt 48 Stunden für Rücknahme der Klagsdrohungen

Klimarat der Bürgerinnen und Bürger

Von Jänner bis Juni arbeiten 100 Bürger:innen an Lösungen zum Thema Klimaschutz


Ö1 berichtet am 13.12.2021 im Morgenjournal vom Klimarat, der im Jänner 2022 beginnen soll. Laut diesem Bericht dürften die Forderungen an die Qualität der Umsetzung bisher gut erfüllt worden sein. Bis Juni soll der Rat Vorschläge für Klimaschutzmaßnahmen ausarbeiten, um die angestrebte Klimaneutraltiät 2040 erreichen zu können.

Katharina Rogenhofer begrüßt im Beitrag die Umsetzung des Klimarates, der ja eine Forderung des Klimavolksbegehrens war. Dieses Format der Beteiligung, das in Österreich in dieser Größenordnung zum ersten Mal umgesetzt wird, könnte laut Rogenhofer Auftakt für weitere Klimaräte und Beteiligungsmöglichkeiten sein. Lösungsvorschläge bekommen besonderes Gewicht, da sie von einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ausgearbeitet werden und damit vermutlich auf höhere Akzeptanz in der Umsetzung zählen können.

Entscheidend sei aber, so Rogenhofer weiter, dass die Lösungsvorschläge auch umgesetzt werden. Da es keine festgelegten Verbindlichkeiten für die Umsetzung gibt, sei die Regierung aufgefordert, bis in einem halben Jahr nach Übergabe der Ergebnisse transparent zu machen, welche Lösungsvorschläge ins Programm genommen werden und zu begründen, wenn Vorschläge nicht übernommen werden.

Den Beitrag auf Ö1 kannst du hier nachhören.

Scientists for Future Wien

Wer die Stadtstraße baut, bedroht die Zukunft unserer Kinder


Auch Scientists for Future Wien setzt sich für den Erhalt der Lobau und gegen die geplanten Straßenbauten ein.

Es ist wissenschaftlich evident, dass sich das Verkehrsaufkommen vor allem nach dem Angebot an Straßen richtet. Je besser das Straßennetz, desto mehr wird mit dem ineffizientesten aller Verkehrsmittel, dem Auto, gefahren. Ein Ausbau des Straßennetzes, wie von der Stadt Wien vorgesehen, wird daher in wenigen Jahren zu einer starken Zunahme der Verkehrsbelastung für die Anwohner:innen führen. Das hat schwere Folgen für die Gesundheit der lokalen Bevölkerung und wird die CO2-Emissionen weiter in die Höhe treiben.

Der ganze Beitrag dazu ist hier zu lesen.

Stadt Wien bedroht junge Klimaaktivist:innen

Alle weiteren Informationen dazu
findest du hier.


Wir unterstützen die Forderung von Jugendrat, System Change not Climate Change und Extinction Rebellion nach sofortiger Rücknahme von Klagsdrohung und Ende der Einschüchterungstaktik. Das ist kein einer Demokratie würdiges Verhalten. Demokratie heißt Dialog der unterschiedlichen Interessensgruppen und Aushandlung von Lösungen, die für alle Beteiligten ausreichend akzeptabel sind. Daher fordern wir Bürgermeister Ludwig auf, von solcherart Drohungen Abstand zu nehmen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Viele gute Argumente

Nachhaltige Lösungsvorschläge als Alternative zum Lobau-Autobahn-Tunnel-Projekt gibt es viele, sie werden nur nicht gehört. Selbst wenn man diese Argumente nicht hören will, gibt es eine eindeutige und von allen Expert:innen geteilte Einschätzung: Mehr Straßen bedeuten mehr Autos. Stau folgt automatisch. Gerade in Österreich zählt der Verkehr zu einem der größten Problemfelder in Sachen Klimaschutz.

Respekt vor den vielen Aktivist:innen, die sich trotz klirrender Kälte nicht davon abbringen lassen, sich für bessere Verkehrslösungen, bessere Lebensbedingungen der Anwohner:innen, für eine gesündere Umwelt hier in Wien und letztlich für den globalen Klimaschutz einzusetzen. Danke!!!

Lobau bleibt

Die Stadt Wien setzt alles daran, das Lobau-Projekt wie geplant durchzusetzen, Ministerin Gewessler und die Lobau-Besetzer:innen halten dagegen. Eine Räumung wird befürchtet. Die wichtigsten News dazu in ORF-Wien-Heute vom 10.12.2021 (ab min 11).

Und in der Galerie unsere unermüdliche Aktivistin Christa zur Unterstützung in der Lobau.

Zur Erinnerung …

… an die große Klimademonstration am 24.09.2021 in Wien


Eine der größten Klimademonstrationen in Wien, das sollten wir uns immer wieder ins Bewußtsein rufen, es war ein toller Erfolg. Auch wenn die nachfolgende Klimakonferenz in Glasgow nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat, doch ein starkes Lebenszeichen der Klimabewegung weltweit. Das Video dazu findest du hier in der Galerie.

Danach gibt es noch eine Zusammenstellung vieler einzelner persönlicher Statements „Warum wir Fridays for Future unterstützen“, von Parents 4 Future Germany. Auch in der Galerie hier.

Der Klimarat beginnt

Bürgerinnen und Bürger setzen Maßstäbe


Umweltministerin Gewessler hat mitgeteilt, dass der Klimarat der Bürgerinnen und Bürger im Jänner 2022 beginnen wird, das erste Treffen der 100 durch Zufallsprinizip ausgewählten Bürger:innen ist für 15. und 16. Jänner 2022 angesetzt.

Der Klimarat war eine zentrale Forderung des Klimavolksbegehrens, das von 380.000 Personen unterschrieben wurde. In fünf weiteren Treffen bis Juni 2022 sollen Lösungsvorschläge für Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet werden, um für Österreich das Ziel der ‚Klimaneutralitiät‘ bis 2040 zu erreichen.

Pressemeldungen dazu finden Sie unter ‚Medien‘ oder hier und hier.

Es gibt auch Gutes zu berichten

Die Wale
erholen sich

Wie das Wochenmagazin Profil berichtet, gibt es von den Meeren und Gewässern auch Gutes zu berichten. Nachdem die Buckelwale fast ausgerottet waren, hätten die Schutzprogramme seit 1960 offensichtlich Wirkung gezeigt. Mit 120.000 Buckelwalen hätten sie fast wieder den historischen Bestand erreicht. Auch andere Walarten hätten sich erholt, der nordatlantische Glattwal allerdings wäre mit 330 Tieren weiterhin akut vom Aussterben bedroht.

Die Meeresschutzgebiete würden trotz Widerstands wachsen, die Hochseefischerei u.a. auf Grund des Engagements von Umweltschutzorganisationen zurückgehen. Zudem plane die WTO eine deutliche Reduktion der Subventionen, was einen Teil der Hochseefischerei unrentabel machen würde.
Diese und weitere gute Umweltnachrichten nachzulesen im Profil.

Klimarat

Eines der spannendsten aktuellen Projekte der Bundesregierung ist wohl der im ersten Halbjahr stattfindende Klimarat der Bürgerinnen und Bürger. 100 Bürger:innen aus ganz Österreich sollen über Klimaschutzmaßnahmen diskutieren, beraten und Lösungsvorschläge erarbeiten.

Am 26.3.2021 wurde die Regierung per Entschließungsantrag beauftragt, einen Klimarat durchzuführen. Die Umsetzung liegt in den Händen des Klimaministeriums, die Statistik Austria wurde mit der Auswahl der Teilnehmer:innen nach dem Zufallsprinzip beauftragt. Wobei aus allen Bürger:innen, die einer Teilnahme zugestimmt haben, eine Auswahl nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Wohnort, Einkommen und Bildungsstand getroffen wurde, welche die österreichische Bevölkerung möglichst gut repräsentieren soll. (Website Klimaministerium)

Speziell ausgebildete Moderator:innen werden die sechs Wochenend-Sitzungen in Wien und Salzburg organisieren und durchführen, Expert:innen bringen die Teilnehmer:innen auf den neusten Stand der Erkenntnisse. Der Rat wird außerdem von einem wissenschaftlichen Gremium begleitet. Auch für die übrige Bevölkerung soll es Gelegenheit geben, sich an der Diskussion zu beteiligen, entsprechende Formate sind noch in Arbeit.

Die Ergebnisse werden dem Klimakabinett bzw. der Bundesregierung übergeben. Da es keine verbindlichen Abkommen gibt, was davon umgesetzt werden muss, ist eine Umsetzung der Ergebnisse offen und vom ‚Gutwill‘ der Regierung abhängig. Daher ist eine möglichst breite Öffentlichkeit und Unterstützung durch die Bevölkerung unabdingbar, damit die Arbeit des Klimarats auch Wirkung zeigen kann.