Presseaussendung von LobauBleibt

LobauBleibt fordert Ende der verbalen Brandstiftung

Foto: System Change not Climate Change

In einer Presseaussendung fordert LobauBleibt das aktuelle Vorgehen der SPÖ gegen den zivilgesellschaftlichen Protest zu beenden. Bürgermeister Ludwig sollte endlich klar und eindeutig gegen die Gewalt gegenüber Klima-Aktivitst:innen Stellung beziehen. Solange die offizielle SPÖ dazu schweigt, riskiert sie, einer gefährlichen Hetze gegen legitimen zivilgesellschaftlichen Protest Vorschub zu leisten.

Die Presseaussendung lesen Sie hier.

Mehr Straßen – mehr Stau

Zusätzliche Straßen lösen keine Verkehrsprobleme


Der Artikel und die Studie sind zwar eineinhalb Jahre alt, die Ergebnisse haben aber wohl nichts an Aktualität verloren. Und man kann davon ausgehen, dass sie nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf Österreich übertragbar sind.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein Mehr an Straßen und Fahrspuren keine Verkehrsprobleme löst: „Die breitere Straße produziert also eine verstärkte Nachfrage – und führt dazu, dass Menschen häufiger das Auto nutzen als vorher und so einen neuen, größeren Stau produzieren. So stieg gleichzeitig auch die Anzahl der pro Person gefahrenen Meilen in den untersuchten Ballungsräumen von 21 auf 25 pro Tag.“ (Der Spiegel, Mobilität, 13.3.2020)

So wie in der Coronakrise sei der Wiener Stadtregierung auch in der Lobaukrise empfohlen, sich an wissenschaftlichen Untersuchungen und Arbeiten zu orientieren, um zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen.

Hier geht’s zum Artikel.

Gefunden in einem Posting von System Change not Climate Change auf facebook.

Kein rechtsfreier Raum!

Offener Brief
an Bürgermeister Michael Ludwig

(bitte weiterleiten und verbreiten)

Foto von lobaubleibt.at

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

danke, dass Sie auf unseren Wunsch nach Deeskalation eingegangen sind!

Auch wir sind schärfstens gegen den rechtsfreien Raum, der durch die Einschüchterungsklagen (ein Novum in unserem Rechtsstaat) gegen Minderjährige, Expert:innen, Wissenschaftler:innen und NGOs aufgemacht wurde. So rechtsfrei, dass engagierte Menschen mit Millionenklagen verängstigt und mundtot gemacht werden sollten, wollen wir unseren Raum auch nicht haben.

Es liegt an Ihnen, diese SLAPP-Klagen (die in Ländern mit eingeschränktem rechtsstaatlichem System durchaus gebräuchlich sind) zurückzunehmen und damit auch gegen die Gewalttaten (siehe Brandanschläge gegen friedliche Klimaaktivist:innen) ein Zeichen zu setzen.

Stoppen Sie die Eskalation jetzt und treten Sie für eine zukunftsorientierte und integrative Stadtpolitik ein!

Mit freundlichen Grüßen
Seniors for Future Wien

Helga Kromb-Kolb

Die unterschätzte
Klimakatastrophe

Gesellschaftspolitischer Stammtisch vom 5.10.2021


„Es ist zweifellos so, dass die österreichische Klimapolitik einfach weit hinter dem zurückfällt, was eigentlich notwendig wäre.“ (H.Kromb-Kolb)

Helga Krom-Kolb gibt in einem knapp einstündigem Vortrag einen Überblick sowie eine klare und in gewohnter Weise scharfe Analyse zum aktuellen Stand der Klimakrise, global und im Speziellen mit Blick auf Österreich. Auch wenn sie Fakten präsentiert, die wenig Anlass zur Hoffnung geben, bleibt sie wie stets optimistisch. Wenn wir jetzt ausreichende Maßnahmen setzen, könnten wir die Folgen der Klimakrise zumindest einschränken und begrenzen. Allerdings: Es besteht akuter Handlungsbedarf.

Warum ist im Alpenraum der Temperaturanstieg doppelt so hoch wie im globalen Durchschnitt, warum geht die Glattwalpopulation nach einer kurzen Erholungsphase schon wieder zurück, was eine Ressourcen-Währung bringen könnte, … Antworten darauf und zu vielen anderen Fragen finden Sie im Vortrag und in der anschließenden Diskusion.

Der ideale Jahreseinstieg: Helga Kromb-Kolb ‚Die unterschätzte Klimakatastrophe‚


Leonore Gewessler im Kurier Politik Talk

Im Kurier Politik Talk blickt Ministerin Leonore Gewessler auf ein erfolgreiches 2021 zurück, nimmt zu aktuellen Themen Stellung und wirft einen Blick in die Zukunft, die uns noch einige Herausforderungen bringen wird, wenn wir die ambitionierten Klimaziele erreichen wollen.

Zu hören ist der Talk hier. (19min)

Hier ein sehr ausführlicher Artikel zum manchmal weniger beachteten, jedoch aktuellen Thema klimabedingter Migration, herausgegeben von medico international, Amnesty International, Oxfam u.a. : ‚Auf der Flucht vor dem Klima‘

Außerdem gibt es zwei neue Zeitungs-Artikel im Medienspiegel

Wir wünschen euch allen einen guten Jahreswechsel

Energieeffizienzgesetz jetzt

Mit dem Energieeffizienzgesetz sind wir leider weit hinterher. Das alte Gesetz ist abgelaufen, das neue noch nicht da. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energiegewinnung müsse auch der Energieverbrauch gesenkt werden, sonst könnten wir die Klimaziele für 2030 nicht erreichen, so zwei Expertinnen im Ö1 Morgenjournal. Doch tönt es hier ‚wir wollen kein überambitioniertes Effizienzgesetz‘ und da ‚Anreize würden doch genügen‘.
Nein! Wir brauchen sehr ambitionierte Gesetze, was das Klima betrifft.

Ein Beitrag im Ö1 Morgenjournal vom 27.12.2021, noch 7 Tage nachhörbar:

DANKE, aber wir wollen mehr

Rücknahme sämtlicher Klagsandrohungen

Foto von Aleksey Kuprikov von Pexels

Dass die Klagsandrohungen an die beiden jüngsten Aktivist:innen zurückgenommen wurden, inkl. Gesprächsangebot, ist sehr begrüßenswert und ein Schritt in die richtige Richtung. Es kann aber nur ein erster Schritt sein, denn auch die Rücknahme der anderen Drohungen ist notwendig, um eine Verhandlungsbasis auf Augenhöhe zu schaffen.

Zudem ist die Verwendung von sogenannten SLAPPS durch eine demokratisch gewählte Stadtregierung prinzipiell abzulehnen.

„SLAPP (engl. strategic lawsuit against public participation = Strategische Klage gegen öffentliche Beteiligung; engl. slap = Ohrfeige, Schlag ins Gesicht) ist ein Apronym für eine rechtsmissbräuchliche Form der Klage, die den Zweck hat, Kritiker einzuschüchtern und ihre öffentlich vorgebrachte Kritik zu unterbinden. Sie wird in den meisten Fällen von Unternehmen, seltener von Privatpersonen oder Behörden, gegen NGOs oder Individuen angestrengt, welche die Geschäftspraktiken des Unternehmens, die Aktivitäten des Individuums oder der Behörde öffentlich kritisieren“. aus Wikipedia

Solche Maßnahmen untergraben eindeutig unser demokratisches System und sind für eine sozialdemokratische Partei untragbar. Sie widersprechen den Grundsätzen der Sozialdemokratie.

Insofern halten wir die anderen Inhalte und Forderungen der Presseaussendung von ‚System Change not Climate Change‘ auch nach den beiden Rücknahmen weiterhin für berechtigt. Um unsere freie Gesellschaft nicht zu gefährden, für den Erhalt einer (sozial)demokratischen Gesellschaft.

Rosa an Van der Bellen

Eine 14jährige Aktivistin wendet sich in einem offenen Brief an den Bundespräsidenten


In einem offenen Brief wendet sich die 14jährige Klima-Aktivistin Rosa an Bundespräsident Van der Bellen. Sie beschreibt erst inhaltlich worum es geht und formuliert dann:

„Ich schreibe Ihnen daher heute, weil ich es wirklich schlimm finde, dass die Stadt Wien mir und so vielen Menschen verbieten will, unsere Meinung zu sagen. Viele von meinen Freunden und Freundinnen haben Angst, weil wir solche Klagen nie bezahlen können würden und verstehen nicht, warum uns die Stadt verbieten will, uns friedlich für unsere Zukunft einzusetzen. […] Ich möchte, dass die Klagsdrohungen gegen mich, die anderen Kinder und Jugendlichen, die Wissenschaftler:innen, die Künstler:innen und alle, die uns einfach Mut gemacht haben, zurückgezogen werden. Ich wünsche mir einfach nur friedliche Feiertage und einen ruhigen Jahreswechsel mit meiner Familie, ohne Angst haben zu müssen.“

Das können wir nur vollinhaltlich unterstützen.

Der Ganze Brief ist auf twitter zu lesen.

Neues Gesprächsangebot

LobauBleibt-Bewegung an Bürgermeister Ludwig


Die LobauBleibt-Bewegung schickt ein neuerliches Gesprächsangebot an den Wiener Bürgermeister, um über nachhaltige und klimaadäquate Lösungen für die Verkehrsentwicklung im 22. Wiener Gemeindebezirk zu reden:

“Wir wollen, wie auch Bürgermeister Ludwig, Gespräche auf Augenhöhe. Uns verbindet das Ziel einer lebenswerten und zukunftsfähigen Stadt Wien – auch wenn die Vorstellungen darüber noch stark auseinandergehen, wie dies insbesondere für die Donaustadt aussehen soll” (so die Aktivist:innen in der aktuellen Presseaussendung).

Die Hand ist ausgestreckt, bleibt zu hoffen, dass sie von Seiten der Stadt Wien auch angenommen wird. Eine Chance für eine gemeinsame Lösung im Sinne aller Beteiligten.

Die Presseaussendung findest du hier.
Den offenen Brief an Bürgermeister Ludwig hier.

Weitere Infos im Medienspiegel