Seniors for Future Onlinetreffen




MI 15. Juni 2022
um 19:00 Uhr

Welche Protestmaßnahmen sind mit der Demokratie vereinbar?
Welche nützen, welche schaden?

Zoom-Meeting – Kennenlernen und Austausch

  • Kurze Vorstellung der Seniors for Future und unserer Aktivitäten (Demonstrationen, Social-Media, Klimatheater, …)
  • Diskussion zu Aktionsformen der Klimabewegung am Beispiel „Letzte Generation“ und der Diskussion Schilling-Klenk
  • Vorbereitung globaler Klimastreik im Herbst
  • Wünsche, Erwartungen, Anregungen, Ideen für neue Projekte und Aktivitäten

Wir bitten um kurze Nachricht unter team@seniorsforfuture.at, dann schicken wir euch den Zoom-Link.

Liebe Grüße
Christa, Martin, Stephan
Seniors for Future Austria

theater for climate

Lasst euch berühren!
Lasst euch erwärmen!

Foto: Verena Mayrhofer


Rationale Argumentation reicht nicht aus. Wir brauchen kreative Formate, um die Menschen emotional zu erreichen. Kunst und Theater vermögen Menschen in ihrem Innersten zu berühren, dort, wo das Argument nichts mehr bewirken kann. Dort, wo die tiefsten Bedürfnisse liegen. Nach einem erfüllten und friedvollen Leben mit den Liebsten, mit den anderen, mit der Welt. Das ist Klimaschutz.

Lass dich berühren, lass dich erwärmen – für den Erhalt unserer wunderbaren Welt. Komm hin, mach mit und finde Raum für deinen Beitrag.

Das nächste Event ist am 7. März 2022 um 19.00 Uhr in der FH Steyr, im Rahmen von ÖH M4s – March 4 Sustainability.
Tam Tam Theater Linz: Wir sind aber da! Plattformtheater zu Klimagerechtigkeit

Alle Informationen zum Theaterprojekt Klimarat findest du hier.

Für die Aufführungen des Forumtheater-Wien suchen wir noch Menschen, die klimabewegt sind und Lust am Schauspielen haben. Es sind KEINE Vorkenntnisse notwendig. Weitere Infos findest du hier. Wenn du für das Klima fieberst und deine Ideen auf die Bühne bringen willst, melde dich noch heute hier:  theater@klimavolksbegehren.at

Foto: theater- tam tam

Action, please!

Aktionsformen überdenken?

In Deutschland und Österreich wie auch in anderen Ländern verdichtet sich der Zorn der nicht gehörten und in ihrem Existenzrecht ignorierten Menschen zu Aktionen des zivilen Ungehorsams.

Auch wir fragen uns, was zu tun ist, wenn Bürgerrats-Empfehlungen einfach übergangen werden (wie in Deutschland), wenn alle Konzepte für klimagerechte Verkehrskonzepte vom Tisch gewischt werden (wie in Wien) und auf 100 weitere Arten die Politik das jahre- und jahrzehntelange Aufzeigen sowohl des Problems als auch der Lösungsmöglichkeiten durch die Klimabewegung und die Wissenschaft weiter und weiter ignoriert.

Sind ziviler Ungehorsam und Blockaden von Autobahnen, Häfen und Flugplätzen die richtigen Mittel zur jetzigen Zeit? Oder gar die einzigen?
Welche Methoden und Strategien des gewaltfreien Widerstands sind angemessen?
Welche spielen evtl. den Gegner:innen der Klimabewegung in die Hände?
Auch bei unserem Online-Treffen am 14. März wollen wir uns darüber austauschen.

Hier 3 kurze Statements mit Protagonist:innen der Letzten Generation, die am 16.2.2022 ihre Widerstandsaktionen angekündigt haben:
– Angebot der Letzten Generation an die Bundesregierung
– Statement von Lea vom Aufstand der letzten Generation nach der Briefübergabe am Reichstag
– Forderungen vom Aufstand der letzten Generation an die Bundesregierung

Hier ein kurzer Beitrag der TAZ zum Schwerpunkt Autobahnblockaden: 
Faszination Autobahnblockade: Alle Räder stehen still

Hier der aktuellste Link über diese Bewegung des zivilen Ungehorsam und ihre Aktionen:
Aufstand der Letzten Generation

„Klimamusterstadt“: Krems macht es vor!

Wien beneidet Krems und Wr. Neustadt

Nachdem Wien wegen exzessiven Autobahnbaus den Titel der „Klimamusterstadt“ verloren hat, lassen Wiener Neustadt und Krems die ehemalige Donaumetropole in Bezug auf Klimaziele weit hinter sich!

Am Freitag, den 18. Februar, ab 16 Uhr geht die erste Kremser Klimakonferenz über die virtuelle Bühne.
Als Veranstalter tritt die Stadt Krems auf, die Inhalte des Treffens lieferte aber bereits im Jahr 2019 Fridays for Future Krems. Damals stellten die Aktivisten zehn Forderungen an die Stadtpolitik.

Bisher wurden die Forderungen bereits an vier Terminen im „Kremser Klimadialog“ besprochen, woran jeweils Vertreter und Vertreterinnen der meisten politischen Fraktionen, Aktivisten und Aktivistinnen von FFF Krems, Experten und Expertinnen, Beamte und Beamtinnen, sowie weitere Interessensvertretungen, wie etwa Vertreter der Radlobby Krems teilnahmen.

Bei der Konferenz am 18. Februar wird laut Ankündigung der Stadt der Fokus auf Mobilität, Grünräume und Energieautarkie liegen. Als Höhepunkt wurde ein Vortrag von Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb angekündigt.
Experten und Expertinnen werden jedes Thema zunächst präsentieren. Anschließend können sich interessierte Bürger und Bürgerinnen in die Diskussionsrunden einbringen. (Quelle: Kurier, 18.2.2022)

Die Wienerinnen und Wiener warten immer noch, dass es bezüglich einer alternativen Verkehrserschließung der Seestadt zu einem Klimadialog mit Fridays for Future, Verkehrsexpert:innen, Radlobby und anderen Interessensvertretungen kommt.

Atomkraft ist nicht grün!

Offener Brief an Kommissionspräsidentin Van der Leyen und Energiekommissarin Simson:

Sehr geehrte Frau Kommissionspräsidentin, sehr geehrte Frau Kommissarin!

Grüne Technologien dürfen keine signifikanten Umweltschäden anrichten.
Das heißt, dass die katastrophalste Technologie des 20. Jahrhunderts, die uns und unsere Folgegenerationen noch Jahrtausende lang schwer belasten wird, unbedingt beendet werden muss.
Sind uns denn die Unfälle von Tschernobyl, Fukushima, Majak, Windscale, Three Mile Island usw. nicht genug?
Brauchen wir noch weitere selbstgebaute Katastrophen in Europa?

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen meinte zu den Plänen der EU-Kommission: „Ich bin überzeugt, dass wir alles tun müssen, um für unsere Kinder und Enkelkinder eine lebenswerte Welt zu schaffen. Wir müssen die Klimakrise gemeinsam meistern. Aber sicher nicht Atomenergie. Denn diese ist erwiesenermaßen weder nachhaltig noch sicher. Schauen wir nach Tschernobyl, schauen wir nach Fukushima.“
Wir können uns ihm nur anschließen.

Die letzte große Nuklearkatastrophe, die von Fukushima, war das folgenschwerste Atomunglück seit dem Unfall von Tschernobyl 1986. Die Umgebung wurde weiträumig radioaktiv verstrahlt. Zehntausende Menschen aus der Umgebung des Atomkraftwerks mussten damals das Gebiet verlassen, viele für immer.

Wieviele Fukushimas und Tschernobyls wollen wir in Europa noch bauen?
Wir glauben, kein einziges mehr.

Wir bitten Sie beide eindringlichst, sich mit Ihrer ganzen Kraft dafür einzusetzen, die Atomkraft von der Liste der grünen Investitionen zu streichen!

Mit freundlichen Grüßen
Martin Lobgesang
Stephan Burgstaller
Christa Kleiner




„Sackgasse Stadtstraße“: Es gibt Alternativen!

Vier Expert:innen haben bei einer Pressekonferenz der Scientists for Future Wien am 9. 2. 2022 Alternativen zum verfahrenen Projekt „Stadtstraße Aspern“ aufgezeigt: Univ. Prof. Sigrid Stagl, Ökonomin an der TU und Mitglied des Klimarats der Stadt Wien, Dr. Paul Pfaffenbichler vom Institut für Verkehrswesen an der Boku, DI Barbara Laa vom Institut für Verkehrswissenschaften an der TU Wien und Andreas Bernögger, M.Sc. vom future.lab der TU Wien.

Hier der Link zum Bericht der Scientists for Future:

Offener Brief an BM Ludwig

Sehr geehrter
Herr Bürgermeister!


Eva Posch, Klinische und Gesundheitspsychologin, wendet sich in einem offenen Brief an Bürgermeister Ludwig. Sie protestiert darin gegen die Brutalität, mit welcher die Räumung des Camps in der Lobau vonstatten ging, gegen das Festhalten an längst nicht mehr zeitgemäßen Bauprojekten und plädiert für visionäre Verkehrslösungen und effiziente Klimapolitik:

„Klimafragen sind schon jetzt so wesentlich und dringend zu lösen, und wie wir sie jetzt lösen, wird das Leben unserer Kinder, Kindeskinder und der jungen Menschen, die sich bei der Lobaubleibt-Bewegung einsetzen, noch wesentlich mehr beeinflussen als unser Leben.
[…]
Es gibt zahlreiche sinnvolle Alternativen zur „Stadtstraße“, die – ausgearbeitet von Expert:innen – am Tisch liegen. Die Donaustädter:innen jetzt und die Donaustädter:innen der Zukunft haben etwas Besseres verdient als eine vierspurigen Autobahn. Wien ist anders und innovativ und Wien hat das Zeug dazu, wirklich visionäre neue Verkehrslösungen zu entwickeln und umzusetzen.“ (Eva Posch)

Wir unterstützen den Brief vollinhaltlich und schließen uns den Forderungen an. Den ganzen Brief kannst du hier lesen: Brief an Bürgermeister Ludwig.
Gerne zum Weiterleiten und auch als Anregung, selbst aktiv zu werden und an die verantwortlichen Entscheidungsträger:innen zu schreiben.

Menschenleben – Ballhausplatz 4.2. Demo

Aktivistas kann man wegräumen, uns, die Klimabewegung, nicht!
Wir haben am 4.2. am Ballhausplatz demonstriert.

Jeder Tag, an dem Österreich die Emissionen nicht reduziert, fordert nach einer Modellrechnung ca. 49 Tote. Aktivist:innen aus der Zivilgesellschaft haben dieses erschreckende „Ergebnis eines Tages ohne österreichisches Klimagesetz“ mit ihren Körpern dargestellt.

Das darf so nicht weitergehen! Wir brauchen ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, welches eine rasche und effiziente Abnahme unseres Treibhausgasausstoßes sicherstellen kann. Die Regierung muss das Klimaschutzgesetz priorisieren und ehestmöglich beschließen!

In unserer Fotostrecke hier ein paar Bilder vom 4. Februar, vor Kanzler Nehammers Büro:

Die Räumung ist erst der Anfang.

Die von der Stadt Wien mit Unmengen von Polizei erzwungene Räumung eines der drei Camps der Bewegung gegen den Bau der sogenannten „Stadtstraße“ hat am Abend des gleichen Tages eine heftige Reaktion der Zivilgesellschaft vor der Zentrale der SPÖ Wien ausgelöst.
Tausende Menschen fanden sich spontan zusammen, um von der SPÖ Wien, konkret Bürgermeister Ludwig und Stadträtin Sima, eine Umkehr einzufordern.
Durch Monster-Betonprojekte erreichen wir die Klimaziele, zu denen wir uns verpflichtet haben, niemals!
Wir brauchen autofreie Stadtteile, Rückbau von Autobahnen (siehe Portland, San Francisco, Seoul, Paris, Berlin, Utrecht, Ludwigshafen u.a.) und eine radikale Hinwendung zu klimagerechten Verkehrskonzepten, die auch der Stadt Wien seit Jahrzehnten schon vorliegen.

Auch die Seniors for Future waren auf der Kundgebung, siehe Fotos.
Und wir bleiben weiter dran!
Der nächste Termin ist am Freitag 4. Februar, 15.00 Uhr, genaue Info folgt.