#LOBAUBLEIBT und viele andere Klima-Organisationen rufen zur Großdemo am 28. Mai 2022 auf, Treffpunkt 12.00 am Schwedenplatz:
Trotz massiver Proteste gegen Lobau- und Stadtautobahn halten Michael Ludwig, Ulli Sima & Co an der Lobau-Autobahn fest. Deshalb gehen wir am 28.5., dem Parteitag der SPÖ Wien, zu Tausenden zum Parteitag auf die Straße und kippen dieses Projekt – für ein gutes Leben für alle!
Mit Lobau- und Stadtautobahn soll Wien an den LKW-Schwerverkehr angebunden werden, der riesige Mengen an Waren zu neuen Logistikzentren am Stadtrand sowie zum Flughafen Schwechat karrt. Das dient vor allem dem Interesse von Großkonzernen und Baukartellenfirmen wie Strabag und PORR. Statt als Genosse der Bosse Klimazerstörung einzubetonieren, sollte Ludwig nach dem historischen Versprechen der SPÖ für soziale Infrastruktur sorgen. Wir fordern eine Politik, die uns Menschen in den Mittelpunkt stellt:
Öffi-Ausbau für alle statt Autobahnen für wenige! Gehaltserhöhungen für Pflegepersonal und Pädagog:innen statt Profite für STRABAG & Co! Platz für alle statt Betonwüsten für Transitverkehr!
Weitere Infos hier und hier. Die Seniors treffen sich vor dem Anker Schwedenplatz.
Online-Treffen der Seniors am 15. Juni 2022 um 19.00, Infos dazu unter Veranstaltungen (rechte Seitenleiste). Dort gibt es außerdem eine Menge Neues, ebenso in der Galerie neue ‚Fotos zur Klimakrise, Radreise in Süditalien‘
„Meine Gedanken im April 2022 waren – vor allem in den Abendstunden – düster.“
So beginnt Wissenschaftler Sebastian Seiffert (Scientist for Future) seinen Beitrag auf twitter im April 2022, nach Veröffentlichung des dritten Teils des IPCC Klimareports.
„Jüngst erschien der neue IPCC-Report. Er hat mich schwer getroffen. Denn er sagt mir, dass wir wohl wirklich gerade die Kontrolle verlieren. Während sich weltweit erste Kipppunkte zeigen, ist die zur Nullemission nötige Rapidität einfach unfassbar. […] Es stimmt wohl leider wirklich: 1,5 Grad ist tot. Dennoch zählt auch weiterhin jedes Zehntel Grad. Und so gilt es auch weiter, für jedes Zehntel zu kämpfen.„
„Trotz massiver Proteste gegen Lobau- und Stadtautobahn halten Michael Ludwig, Ulli Sima & Co an der Lobau-Autobahn fest. Deshalb gehen wir am 28.5., dem Parteitag der SPÖ Wien, zu Tausenden zum Parteitag auf die Straße und kippen dieses Projekt – für ein gutes Leben für alle!“
Guterres in seiner Rede vom 4. April 2022: „KlimaaktivistInnen werden manchmal als gefährliche Radikale dargestellt. Doch die wirklich gefährlichen Radikalen sind die Länder, die die Produktion fossiler Brennstoffe vorantreiben.“ Das sollten wir endlich ernst nehmen. Es geht um den Erhalt der (Lebens)Welt für uns alle und die nachkommenden Generationen.
Wir sind die Vielen und wir haben eine Stimme: am 28. Mai 2022, Treffpunkt Schwedenplatz, 12.00
Weitere Infos hier und hier Die Seniors treffen sich vor dem Anker.
Fotos zur Klimakrise, Verkehrskultur und Umweltpolitik. 10 neue Fotos in der Fotostrecke unserer beiden Aktivist:innen von ihrer Radtour in Süditalien hier.
„Wunschdenken wagt Wirklichkeit – Wege zum 1.5 Grad-Ziel!“
Ein Forumtheaterstück von TdU Wien – (Theater der Unterdrückten Wien), 5. Mai 2022 in der Pfarre Machstraße
Das 15-Min-Stück (gemeinsam mit den Schauspieler:innen an einem Wochenende entwickelt) fokussierte die Geschehnisse rund um Lobautunnel, Stadtautobahn, die Besetzung der Baustellen und deren mediale, persönliche und politische Interpretation. Einmal von den Schauspieler:innen durchgespielt, wurde es anschließend in Teilen mehrmals wiederholt, jeweils mit der Teilnahme einzelner Personen aus dem Publikum.
Spannend zu sehen, wie jede Person ihre eigenen Ideen auf der Bühne einbrachte. Das Publikum war dank der professionellen (An)Leitung von Magoa Hanke bis zum Schluss begeistert und immer aktiver beteiligt. Beeindruckend der Wechsel der „Zuschauer:innen“ zu „Mitspieler:innen“.
Auch wer sich nicht auf die Bühne begeben hat, hatte Gelegenheit, Ideen und Vorschläge schriftlich einzubringen. Alle Meldungen aus dem Publikum wurden gesammelt, zusammengefasst und dem Klimarat übergeben.
„Wir sind aber da“
Plattformtheater und Workshop zur Klimagerechtigkeit vom Theater TamTam, 7. Mai 2022, im TÜWI, BOKU Wien
Unterhaltsam und eindrucksvoll parodierten und interpretierten die 6 Schauspieler:innen den Film „Avatar“. In 35 Minuten zauberten sie mit viel Körpereinsatz phantasievolle Bilder auf die nur 2qm große Bühnenplattform und ließen Themen zu Klimakrise und Klimagerechtigkeit sichtbar werden. Die dichte und bunte Dynamik auf so engem Raum zog das Publikum in ihren Bann, Konflikte rund um das Thema Klima wurden emotional erlebbar.
Am Nachmittag vor der Theaterdarbietung gab es Gelegenheit, sich vertiefend mit dem Thema auseinanderzusetzen. Im Klimaworkshop wurden Klimaschutzmaßnahmen auf individueller und globaler Ebene u.a. unter Verwendung des En-ROADS Klimasimulators diskutiert.
Auch bei dieser Veranstaltung gab es für das Publikum die Gelegenheit, eigene Ideen und Vorschläge schriftlich einzubringen. Sie wurden gemeinsam mit denen des Forumtheaters an den Klimarat weitergegeben.
Impressionen von einer Radreise in Süditalien: Fotos zur Klimakrise, Verkehrskultur und Umweltpolitik
Zwei Aktivistinnen der Seniors for Future sind seit 20. April mit Zug und Fahrrad in Apulien und Basilikata unterwegs. Sie schicken täglich ein Foto zu den Themen Klimakrise, Verkehrskultur und Umweltpolitik, die wir in dieser Fotostrecke laufend ergänzen.
Die Fotostrecke ist auf Dauer in der Galerie zu finden. Auf Smartphones kann sich die Formatierung verändern, besser anzusehen auf größeren Geräten.
Geht doch: Mestre – Bologna – San Severo
Viel Wind, wenig Räder. San Severo – Foce Varano
Wem das Meer zu klein ist, kann in den chlorierten Pool ausweichen. Foce Varano- Vieste
Den schönsten Ausblick vom Kastell haben die Autos. Vieste
Die Foresta Umbra, ein 11000 ha großer Wald im Nationalpark Gargano, erinnert mit Eichen, Buchen und Föhren an den Wienerwald. Vieste- Foresta Umbra
Foresta Umbra ähnelt auf der Südseite dem Waldviertel. Foresta Umbra- Manfredonia
Flamingos in einer der letzten Lagunen inmitten riesiger Gemüsefelder. Manfredonia- Andria
Große, meist sehr gepflegte Olivenbaumplantagen, oft von Trockenmauern begrenzt. Andria- Gravina in Puglia
Bäume und Sträucher begrünen die Ruinen der Altstadt von Gravina i.P. Gravina- Altamura
Wenig Wasser in der Schlucht von Matera. Altamura- Matera- Altamura, mit dem Zug
Von autofahrendem Menschen getöteter Fuchs. Altamura- Puntignano
Schade, schon wieder aus. Puntignano- Ostuni
Die 2. Photovoltaikanlage in 2 Wochen. Ostuni- Lecce. Solarstrom kostet Boden. Wir brauchen klare Bestimmungen, dass Solaranlagen nur auf landwirtschaftlich nicht oder kaum verwertbaren Flächen errichtet werden dürfen.
Radabstellplatz an einem Bahnhof: Felgentod. Lecce
It’s a rainy day, Halleluja- hilft leider nicht gegen das Olivenbaumsterben: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/italien-aggressives-bakterium-rafft-apuliens-olivenhaine-dahin-a-1283220.html. Lecce- Melendugno
Massenhaft und laut. Benzinbrüder terrorisieren die Radler:innen auf der auch als Radroute gekennzeichneten Straße, die Polizei schaut zu. Melendugno- Santa Cesare Terme
Schöner Wohnen: Für das Auto nur das beste. Santa Cesare Terme- Santa Maria di Leuca
Ferienhäuser, die zwei Monate im Jahr bewohnt werden, tragen zu gewaltigem Flächenverbrauch bei. Santa Maria die Leuca-Gallipoli
Ist es klimafreundlicher, Fernseher in der Landschaft zu verteilen oder nach Afrika zu entsorgen … . Gallipoli-Torre Ovo
Radwege sind selten, aber abwechslungsreich. Torre Ovo – Taranto
Radwege sind selten, aber abenteuerlich. Taranto
Die beliebtesten Parkplätze sind auf verblichenen Zebrastreifen vor der Gehsteigabsenkung. Taranto
Zwecks Geldabhebung geht die Polizei mit gutem Beispiel voran. Taranto
Ob Beton auch so lange hält? Taranto – Metaponto
Windräder in einer Kulturlandschaft – wo ist das Problem? Metaponto – Grottole
Windräder in einer Kulturlandschaft. Metaponto – Grottole
Einer von vielen Gedenkplätzen für einen im Straßenverkehr getöteten Menschen. Grottole – Tricarico
Spaltenboden? Silofutter? Keine Hörner? Nicht mit mir! Tricarico – Potenza
Atomwaffen? Nicht mit uns! Potenza
Bringt Energie, kostet Energie: (Gegen)Wind und Räder. Potenza – Venosa
Verkehrsarm, also fahrradfreundlich? Jedenfalls herausfordernd für Körper, Geist und Material. Venosa – Melfi
Zirka ein Viertel des Nudelangebots in einem mittelgroßem Supermarkt. Melfi
Rundherum Windräder. Melfi-Accadia
Windräder im Nebel. Melfi-Accadia
Das Leitungswasser ist überall trinkbar und gut. Accadia-Troia
Viele blühende, gesunde Olivenbäume. Zu viele Verkehrstote. Überall Müll. Troia -Torremaggiore
Am 5. Mai „Wunschdenken wagt Wirklichkeit“ von Theater der Unterdrückten Wien und am 7. Mai „Wir sind aber da“ von Theater TamTam – zwei Theaterabende zum Thema Klimakrise, Klimagerechtigkeit. Wir freuen uns über zwei gut besuchte und belebende Aufführungen und werden demnächst hier darüber berichten.
Theater TamTam
mit dem Stück ‚Wir sind aber da‘. 6 Schauspielende auf einer 2qm Bühne parodieren und interpretieren den Film „Avatar“ und thematisieren Klimagerechtigkeit auf einer Reise nach Planet B.
Auch hier gibt es Gelegenheit zur aktiven Beteiligung, in dem davor stattfindenden Klimaworkshop von Climate Interactive (ca 2.5h).
Workshop: Samstag 7. Mai 2022 16.30-19.00 Stück ‚Wir sind aber da‘ 20.00-21.00, open end BOKU, Tüwi, Dänenstraße 4, 1190 Wien Weitere Infos auf facebook und im TamTam flyer.
Bei allen Veranstaltungen werden Vertreter:innen des KVB (Klimavolksbegehren) anwesend sein und von Beteiligungsmöglichkeiten in Sachen Klimapolitik erzählen.
Komm hin, schau zu, mach mit. Klimaarbeit kann und darf auch lustvoll sein.
„Der Klimarat fragt dich um Rat. Mach‘ jetzt mit. Die wichtigsten Fragen in 10 Tagen.“
Ab heute 12.00 Uhr bis 8. Mai 2022 um 12.00 Uhr kannst du dich aktiv am Klimarat beteiligen. Du kannst Ideen und Vorschläge, die bisher vom Klimarat erarbeitet wurden, bewerten und du kannst deine eigenen Ideen einbringen, wie wir in Österreich Klimaneutralität bis 2040 erreichen können.
Je mehr Bürger:innen sich beteiligen, davon wissen, die Klimaarbeit unterstützen, je mehr Öffentlichkeit, umso größer die Chancen auf Umsetzung der Ergebnisse des Klimarats und umso größer die Chance, die Ziele zu erreichen.
Raus aus Gas! – Ein wirksames Gesetz für den Ausstieg aus Gasheizungen
WANN: Freitag 29.4.2022, 16.00 – 17.30 WO: Klimaministerium – Expositur in der Stubenbastei
Einen Ansatz, wie man sich aus der Abhängigkeit von Russlands Energielieferungen befreien könnte, liefert die belgische Stadt Eeklo. ORF-News Bericht hier.
Hier eine Aktion von SumOfUs, die wir unterstützen:
People power works! Relentless mobilisation from activists and communities on the frontlines has just made Munich Re rule out insuring the disastrous East African Crude Oil Pipeline (EACOP). This month, more than 29,000 SumOfUs members had called on the reinsurer’s CEO, Joachim Wenning, to do the right thing for the planet and end its ties with the disastrous pipeline — his decision to listen to our calls is a powerful reminder of the real magic of people’s mobilization.
However, Munich Re still does not have a comprehensive and global oil and gas policy. This means other toxic projects similar to EACOP – but less infamous — could still go ahead. Let’s strike while the iron is hot! In the lead up to their Annual General Meeting, let’s put Joachim Wenning under the spotlight to get him to go the whole hog and rule out all new oil and gas projects globally: Please email Munich Re’s CEO and demand he publish a world-leading oil and gas policy to make sure fossil fuels stay in the ground where they belong: https://act.sumofus.org/go/614252
We are enormously grateful to the tens of thousands of SumOfUS members who forced Munich Re, alongside other frontline groups, to pull out of the East African Crude Oil Pipeline last week. Momentum is clearly building. Insurance companies are waking up to the reality that the breakdown of the climate means not only the destruction of their business models, but the beginning of a global humanitarian and environmental crisis. Just last week, Allianz, one of the world’s largest oil and gas insurers, followed Munich Re and decided to rule out the EACOP pipeline too! But the movement can’t stop with one project. It is imperative that Munich Re listen to the science and publish a world-leading oil and gas policy so that all new oil and gas projects, not just EACOP, are abandoned – only that way can we ensure a 1.5 °C limit in the temperature rise. This decision could easily be made at their AGM on 28 April 2022. The problem is, the initiative is facing a lot of backlash and opponents and fossil fuel lobbies are doing their best to block the policy. Let’s show Munich Re’s CEO that people’s power can’t be ignored: https://act.sumofus.org/go/614252 Thanks for all that you do, Leyla, Charles and the team at SumOfUs
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