„Reparatur der Zukunft“

Eine Ö1-Initiative:
18 Klimainnovative Projekte aus Europa ausgezeichnet

Foto von Tiana von Pexels

Ö1 ist mit der Initiative „Reparatur der Zukunft“ seit 2020 auf der Suche nach Projekten und Ideen, die an Lösungen für die Gesellschaft von morgen arbeiten. Heuer wurden mit Unterstützung der Europäischen Rundfunkunion (EBU) Ideen zu Klimainnovationen in Europa gesucht. Die Projekte sind unter https://oe1.orf.at/zukunft abrufbar.


Ausgezeichnet wurden u.a.:

Vier Projekte aus Österreich nehmen am Innovationsfestival teil und werden von einem Expert:innenteam von der TU Graz gecoacht:


Seniors For Future Austria – Zoom Meeting: Donnerstag 8. September 2022, 19.00
Falls du noch nicht angemeldet bist und teilnehmen möchtest, schick uns eine kurze Mail über Kontakt

Lobaucamp zieht um

Wenn du bei der Übersiedlung mitanpacken willst, einfach am Montag hinkommen. Alle helfenden Hände sind willkommen, auch eine Transportmöglichkeit (großes Auto) wäre noch gefragt.

Unterstützen kannst du natürlich auch, wenn du zur Demo kommst.
Montag 5.9.2022
18.00 Uhr in der Anfanggasse

NO PROFIT ON A DEAD PLANET

02. September 2022
10-00 – 11.00
vor der WKO

Die nächste und letzte Station der Klimablockierer-Tour findet vor der Zentrale der WKÖ statt.
Freitag 02. September von 10.00 – 11.00 in der Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien.

Viele Unternehmen leiden bereits unter der Klimakrise und wissen, dass sich Klimaschutz langfristig positiv auf die Wirtschaft auswirkt. Trotzdem blockiert die WKO immer wieder Klimaschutzmaßnahmen. Das legt den Schluss nahe, dass sie eher die großen fossilen Konzerne vertritt, weniger die Klein- und Mittelbetriebe, also den Großteil der österreichischen Wirtschaft. Zudem ist das Blockieren von Klimaschutzmaßnahmen nicht zum Wohl der Bevölkerung, obwohl Wirtschaft doch eigentlich für die Menschen da sein sollte und nicht umgekehrt.


Betonpolitik? Nein danke!

Am Freitag findet auch wieder die wöchentliche Radl-Demo statt:
„Als Protest gegen die Betonpolitik der Stadt Wien radeln wir beim „Mega Bike Ride“ am 2. September nach Floridsdorf und in die Donaustadt.“

Die Forderungen:

  • glaubwürdige Schritte für das Gelingen der Verkehrswende
  • Sichere Radwege für angstfreies Radeln
  • Breite Gehwege, Bänke und Bäume für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum
  • Zukunftsfitte Politik zur Sicherung der Lebensqualität

Treffpunkt: 17:00 Uhr beim Votivpark
Abfahrt: 17:30 Uhr
Zielankunft: ca. 19:30 Uhr

Gedanken zur Stellungnahme der Bioethikkommission

zur Klimakrise als ethische Herausforderung

„Wir brauchen eine Klimarevolution, die auf Dauer läuft und den ganzen Tag stattfindet, jeden Tag, überall.“
(Naomi Klein)


WOMIT WIR ES ZU TUN HABEN

„Der menschengemachte Treibhauseffekt hat zunehmend erkenn- und messbare Konsequenzen wie massiver Verlust von Biodiversität, vermehrte Extremwetterereignisse, Dürre- und Flutkatastrophen, Waldbrände, sowie Entstehung, Zunahme und Ausbreitung von Infektionskrankheiten, […] sowie hitzebedingte Gesundheitsprobleme wie Erschöpfung, Hitzschlag und Herzinfarkt, […] Zerstörung von Infrastruktur und Energieversorgung, Nahrungsproduktion mit Konflikten um Verknappung von Wasser und Versorgung mit Nahrungsmitteln.“ (*S13f)

WER

Die Industrieländer, die knapp 20% der Weltbevölkerung beheimaten, haben 50% (bzw. bis zu 70%, Anm.) der bisherigen CO2 Emissionen verursacht. Das hat uns bisher ca 420 ppm Co2, menschengemachtes THG, in der Atmosphäre eingebracht, so viel wie seit 2-3 Millionen Jahre nicht. 350 ppm wären klimaverträglich.

China liegt derzeit bei ca. 13 % und Afrika und Südamerika bei je etwa 3 %. Wobei zu bedenken ist, dass die kohlelastige Energie in China eine Wirtschaft befeuert, deren Produkte zu 50% in die Industrieländer geliefert werden. Die Hälfte der Emissionen wäre also den Industrieländern zuzurechnen. … …


*-Den ganzen Bericht der Bioethikkommission findest du hier. Am Ende stehen 18 Empfehlungen zu Allgemein, Medien, Forschung und Bildung.
Einige Punkte daraus und Gedanken dazu im Anschluss zum Weiterlesen (ca 4min)

Literaturempfehlung: Naomi Klein, „Die Entscheidung. Kapitalismus vs Klima“, 2015, Fischer Verlag

„Gedanken zur Stellungnahme der Bioethikkommission“ weiterlesen

Klimatheater in Haag

Am 19. August 2022 hat in Haag bei St. Valentin ein weiteres Klimatheater von Theater TamTam stattgefunden. Im Rahmen des ‚Klimapicknick im Weisspark‘, veranstaltet von ‚ent‘, Verein zur Förderung von Kunst im ländlichen Raum, wurde neben anderen Programmpunkten das Stück ‚Wir sind aber da‘ aufgeführt: 6 Schauspieler:innen auf 2qm bringen das Publikum zum Lachen und Nachdenken über die (Klima-)Probleme unserer Zeit. Im Anschluss wurde spontan ein Klima-Workshop durchgeführt. Das Publikum war begeistert und im Workshop aktiv beteiligt.

Der KVB, einer der Initiatoren von ‚Theaterprojekt Klimarat. Klimatheater für Systemwandel‘, war durch Katharina Lehner vertreten. Der Klimarat selbst war durch Herrn Zauner vertreten, der neben Informativem mit seinen Anekdoten für eine aufgelockerte Stimmung gesorgt hat. Hier ein paar optische Eindrücke der Veranstaltung (copyright: Verena Mayrhofer):


>> Die Petition für die Umsetzung der 93 vom Klimarat erarbeiteten Empfehlungen, um bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen, kannst du hier unterschreiben.

>> Und hier noch eine super grafische Animation zur Erderhitzung seit 1880:
‚Climate Spiral by climate scientist Ed Hawkins Center of Atmospheric Science University of Reading

Kein Verbau der Venediger Au

Demonstration
DO 25.08.2022, 17.00h
Venediger Au


Die Venediger Au soll, wenn es nach der Stadt Wien geht, verbaut werden. Gerade nach diesem Sommer, in dem die Wiener:innen unter extremer Hitze zu leiden hatten, sollte der Stadtregierung eigentlich klar sein, dass es gilt, so viele Grünflächen wie möglich zu erhalten. In Straßen mit Baumbestand ist es 2 bis 3 Grad kühler. Bodenversiegelung heizt die Stadt weiter auf. Grünflächen sind wichtige Erholungsorte für die Stadtbevölkerung.

Abgesehen von der rechtlichen Frage der Flächenumwidmung wurden auch die Anrainer:innen kaum mit einbezogen. Bei so einer drastischen Veränderung der unmittelbaren Wohnumgebung ist die Einbindung der betroffenen Bevölkerung ein Muss. Für jede Stadtregierung, für eine sozialdemokratische ganz besonders.

Wenn eine Regierung den Blick auf die Bedürfnisse der Menschen aus den Augen verliert, muss man sie wieder zur Besinnung bringen und ihr zeigen, was Sache ist. Je mehr wir sind, umso wirkungsvoller. Macht Sinn, komm hin. Weitere Infos hier.

Klima-Scheinpolitik

Professor Reinhard Steurer, der kürzlich im Kurier ein Interview gab, war gestern auch im Ö1 Mittagsjournal zum Thema Klimaschutzgesetz zu hören:

Das Klimaschutzgesetz ist ein zentraler Bestandteil einer Klimapolitik, die ihre eigenen Ziele ernst nimmt. Und wenn man sagt, das Klimaschutzgesetz hat nicht die oberste Priorität, dann könnte man das so übersetzen, Klimaschutz hat nicht die oberste Priorität.“ […]

„Das, was wir die letzten beiden Jahre gesehen haben, ist zweifelsohne besser als das, was wir die letzten 30 Jahre gesehen haben. Aber Klimaneutralität ist damit nicht zu erreichen und somit liegt der Schluss nahe, diese Zielerklärung klingt gut, man gewinnt damit Wählerstimmen, aber es ist keine Substanz dahinter. Somit ist es Schein.“ […]

„Das beste Beispiel für Scheinpolitik ist zu erklären, bis 2040 klimaneutral sein zu wollen, aber dann die dafür notwendigen Schritte nicht zu gehen.“

Noch 6 Tage zum Nachhören hier.

Jetzt wissen es alle

Nichts ist mehr normal.
Wenn wir so weitermachen, enden wir in Dystopia.


Eva Linsinger vom Profil, Bernhard Gaul und Bernhard Hanisch vom Kurier haben es gestern unmissverständlich formuliert: Klimakatastrophe findet statt. Jetzt. Sie kommt nicht irgendwann, sie ist schon angekommen. Eine Entscheidung bleibt uns aber: Weiterhin befeuern oder Gegenmaßnahmen treffen.

Mal auf eine Autofahrt verzichten, bio und regional einkaufen, kürzer duschen, weniger konsumieren – alles gut, aber es reicht nicht. Die Entscheidungsträger:innen müssten rasche und effiziente Maßnahmen umsetzen, die Medien der Realität entsprechend berichten. Beides geschieht – nicht.

Prof. Reinhard Steurer im Kurier: „Viele glauben, an einer Hitzewelle sterben nur Alte und Kranke. Das Buch macht deutlich, dass ab einer bestimmten Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit so gut wie jeder binnen weniger Stunden stirbt, weil der Körper sich nicht mehr durch Schwitzen kühlen kann. Bei unserem derzeitigen Kurs ist nicht die Frage, ob so ein Massensterben passieren wird, sondern wann und wo das erstmals sein wird.Darüber zu schreiben ist also keine Panikmache, sondern der Versuch, die brutalen Fakten der Klimakrise den Menschen näher zu bringen, damit wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen: weiterhin Öl und Gas zu verbrennen ist ein Verbrechen an der Menschheit, das wir noch bitter bereuen werden.“

Kurier: ‚Ein Verbrechen an der Menschheit, das wir noch bitter bereuen werden.‘
Profil: ‚Eva Linsinger: Don’t look up!‘

Klimablockierer-Tour #3 – ÖVP

594 Tage
ohne Klimaschutzgesetz


Letzten Freitag machte sich die Klimablockierer-Tour vor dem Klimaministerium lautstark bemerkbar, um Bewusstsein zu schaffen, dass Österreich seit langem kein Klimaschutzgesetz hat, obwohl die Regierung behauptet, Klimaneutralität bis 2040 sei Programm.

Einen Bericht zum Beginn der gesamten Aktion vor der OMV findest du auf derstandard.at, Kurzberichte zur Demonstration vor dem Klimaministerium auf krone.at, heute.at und eine ausführliche kritische Betrachtung von Benedikt Narodoslawsky auf falter.at.

Die nächste und vorletzte Station der Klimablockierer-Tour ist am kommenden Freitag vor der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse. Dass die ÖVP wiederholt Fortschritte im Klimaschutz sowie bei der Erstellung des Klimaschutzgesetzes verzögert oder blockiert hat, ist bekannt. Insofern wird eine Kundgebung vor diesem Hotspot der Klimakrisen-Ignoranz wohl von allen Menschen, denen an der Aufrechterhaltung einer lebensfreundlichen Biosphäre etwas liegt, begrüßt werden.
Wo, wenn nicht dort. Komm hin, macht Sinn.

Freitag 19.08.2022 von 10.00 bis 11.00 Uhr
vor der ÖVP Zentrale, Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien.


>>> Die Petition zur Umsetzung der Empfehlungen des Klimarats kannst du hier unterschreiben. <<<

SAVE THE DATE: Weltweiter Klimastreik am 23.09.2022